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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Absturzsicherungen, Geländer
Stichworte: Absturzsicherung beim Fensterlackieren

Frage:

Die Frage, die ich Ihnen stellen möchte lautet:
"Wie kann man beim Fensterlackieren ab dem 2. Obergeschoss bis zum 7.OG oder höher einen sicheren Arbeitsplatz schaffen, wenn bspw. von einer Wohnungsbaugesellschaft aus Kostengründen kein Fassadengerüst gestellt wird?"

Die Gefährdung der Beschäftigten entsteht beim Lackieren der äußeren, oberen Fensterrahmen, die nur durch weites hinauslehnen zu erreichen sind.

Bei mehr als 1.000 m² Fenster ist ein sog. Fenstersitz einfach unpraktikabel.

Je nach Gebäude lassen sich ggf. Fahrgerüst (bis 12 m Höhe) oder Hubarbeitsbühne einsetzen.


Antwort :

Es stehen folgende Alternativen zum „Fenstersitz“ zur Verfügung: Für die Fenster sind montierbare Absturzsicherungen zu schaffen, die seitlich befestigt werden. Der Nachteil besteht darin, daß mit montierter Absturzsicherung der obere Teil des Fensters gestrichen werden kann, dann allerdings erst die Absturzsicherung demontiert werden muss, bevor der untere Teil des Fensters von innen gestrichen wird, ohne daß eine zusätzliche Absturzsicherung notwendig ist. Sollte die Fensterbank nicht mindestens 250 mm breit oder nicht ausreichend tragfähig sein, ist ein Trittaufsatz zu verwenden. Im Gegensatz zu Fassadenbefahranlagen, die fest mit dem Gebäude verbunden sind, gibt es die Möglichkeit, Arbeitskörbe, -sitze und –bühnen an mobilen, auf einem Flachdach zu befestigenden Auslegerkonstruktionen, wie z.B. Bauartprüfung des Herstellers, statischer Nachweis bei Einzelanfertigung, Abnahme durch einen Sachverständigen und schriftliche Anzeige bei der Berufsgenossenschaft unbedingt zu erfüllen. Eine ausschließlich auf Sicherheitsgeschirre ausgerichtete Variante (die durchaus praktikabel sein kann) hat der Gesetzgeber für diese Art Arbeit nicht vorgesehen, da es sich weder um Arbeiten an Flachdachkanten, Giebelkanten, Gittermasten, Montagearbeiten noch um Arbeiten geringen Umfangs handelt.


Stand: 09.11.2001


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