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Stichworte: Ist es richtig, dass der Arbeitgeber für die Kosten einer Bildschirmbrille aufkommen muss?

Frage:

Ich habe gehört, daß bei der Verordnung einer Bildschirmarbeitsplatzbrille der Arbeitgeber für die Kosten aufkommen muss. Ist das richtig, und wie muss ich da vorgehen? Ich habe zur Zeit ein Rezept vom Augenarzt, eine Genehmigung von der Betriebsaugenärztin (diese kommt immer zu bestimmten Terminen in unseren Betrieb wegen der Bildschirmarbeitsplätze) und einen Kostenvoranschlag von einem Optiker. Es würde mich freuen, wenn sie mir mitteilen könnten, wie ich da jetzt weiter verfahre, denn der Arbeitgeber tut sich in dieser Sache etwas schwer. vielen dank im voraus.

Antwort :

Der Arbeitgeber ist nach § 6 der Bildschirmarbeitsverordnung in Verbindung mit Teil 4 (2) des Anhangs der Verordnung zur arbeitsmedizinischen Vorsorge grundsätzlich verpflichtet, den Beschäftigten für ihre Arbeit an Bildschirmgeräten Sehhilfen zur Verfügung zu stellen. Diese Verpflichtung gilt jedoch nur in den (Ausnahme-)Fällen, in denen die augenärztliche Untersuchung ergibt, dass spezielle Sehhilfen notwendig sind und normale Sehhilfen nicht ausreichen. In diesen Fällen hat der Arbeitgeber die Kosten für Gestell und Gläser zu tragen; jedoch nicht in unbeschränkter Höhe, sondern nur insoweit, als sie in Anlehnung an den - auch das Recht der gesetzlichen Krankenversicherung beherrschenden - Grundsatz des Wirtschaftlichkeitsgebots notwendig sind. Als notwendige Kosten für die Brillengläser sind die Festbeträge des § 36 Abs. 2 Sozialgesetzbuch SGB V in der jeweils geltenden Fassung anzuerkennen. Eine Übersicht über die Festbeträge für Sehhilfen nach § 36 Abs. 2 SGB V findet sich z.B. auf den Internetseiten des AOK-Bundesverbandes.

Weitere Informationen zum Thema Kostenübernahme bei Bildschirmbrillen finden Sie auf den Seiten www.ergo-online.de des Sozialnetzes Hessen nach Eingabe des Suchwortes "Bildschirmbrille".


Dialognummer: 987
Stand: 20.07.2012

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