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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Strahlenschutzorganisation
Stichworte: Strahlenschutzverordnung - Wartungsarbeiten im Kernkraftwerk

Frage:

Als Betriebsinhaber habe ich den Auftrag erhalten Wartungsarbeiten in einem Kernkraftwerk auszuüben. Welche Maßnahmen nach Strahlenschutzverordnung habe ich zu beachten oder was muß ich beantragen?

Antwort :

Hier gilt § 15 der Strahlenschutzverordnung (StrSchV). Wer in sog. fremden Anlagen (das wäre in diesem Beispiel das Kernkraftwerk) Personen beschäftigt oder Aufgaben selbst dort wahrnimmt und wenn diese Tätigkeit zu einer effektiven Dosis von mehr als 1 mSv führen kann (was man in diesem Beispiel nicht ausschließen kann), benötigt eine Genehmigung. Zuständige Behörden in Nordrhein-Westfalen sind die Staatlichen Ämter für Arbeitsschutz. Auf der Seite des in fremden Anlagen Tätigen muss eine Person mit Fachkunde im Strahlenschutz vorhanden sein, was deren Teilnahme an einem auf diese Tätigkeit zugeschnittenen Strahlenschutzkurs erfordert (S5 nach Anlage A der Fachkunde-Richtlinie Technik nach Strahlenschutzverordnung vom 18.06.2004).


Nach Änderung der Röntgenverordnung muss nach § 6 Abs. 1 Ziffer 3 dwww.gesetze-im-internet.de/r_v_1987/ er Röntgenverordnung (Fassung vom 18.Juni 2002) analog zu § 15 StrlSchV die Tätigkeit in Zusammenhang mit Röntgenanlagen oder Störstrahlern den Staatlichen Ämtern für Arbeitsschutz (in NRW) angezeigt werden. Auch hier muss eine Person mit Fachkunde im Strahlenschutz (nach Röntgenverordnung) vorhanden sein, was deren Teilnahme an einem auf diese Tätigkeit zugeschnittenen Strahlenschutzkurs erfordert (R10 nach Anlage A der Fachkunde-Richtlinie Technik nach Röntgenverordnung). Die Beschäftigung ist wie die nach § 15 StrlSchV mit der Führung eines Strahlenpasses verbunden. 


Dialognummer: 982

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