Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Gefährdungen durch Arbeitsmittel und Einrichtungen
Stichworte: In welcher Form sind Galvanikbäder zur kennzeichnen?

Frage:

Müssen Galvanikbäder grundsätzlich mit Badinhalt, Verwendungszweck und ggf. Betriebstemperatur gekennzeichnet werden oder reicht es aus, wenn die Zugangstür zur Galvanikabteilung mit dem Hinweisschild "Zutritt für Unbefugte" gekennzeichnet ist?

Antwort :

Die grundsätzlichen Anforderungen  bezüglich der innerbetrieblichen Kennzeichnung beim Umgang mit Gefahrstoffen ist unter § 8 Abs. 4 Gefahrstoffverordnung aufgeführt:
"Der Arbeitgeber hat sicherzustellen, dass alle bei Tätigkeiten verwendeten Stoffe und Zubereitungen identifizierbar sind. Gefährliche Stoffe und Zubereitungen sind innerbetrieblich mit einer Kennzeichnung zu versehen, die wesentliche Informationen zu ihrer Einstufung, den mit ihrer Handhabung verbundenen Gefahren und den zu beachtenden Sicherheitsmaßnahmen enthält. Vorzugsweise ist die Kennzeichnung zu wählen, die den Vorgaben der Richtlinie 67/548/EWG oder 1999/45/EG entspricht. Der Arbeitgeber stellt ferner sicher, dass Apparaturen und Rohrleitungen, die Gefahrstoffe enthalten, so gekennzeichnet sind, dass mindestens die enthaltenen Gefahrstoffe sowie die davon ausgehenden Gefahren eindeutig identifizierbar sind. Kennzeichnungspflichten nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt."
Diese Anforderungen werden in der BGI 552 Galvaniseure, http://publikationen.dguv.de   näher erläutert:
Bäder, Rohrleitungen und Apparaturen sind zu kennzeichnen durch Angabe von
- Badinhalt und Verwendungszweck,
- Gefahrenkennzeichnung und
- Betriebstemperatur,
wenn mit Verbrennungen oder Verbrühungen zu rechnen ist.
Ferner müssen Armaturen an Pumpen und Rohrleitungen so gekennzeichnet sein, dass Fehlbetätigungen auszuschließen sind. Armaturen müssen so angeordnet oder geschützt sein, dass sie nicht unbeabsichtigt betätigt werden können.
Die v.g. Maßnahmen dienen dem Schutz der Beschäftigten. Das Anbringen eines Verbotsschildes entsprechend P 06 der BGV A 8 Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am
Arbeitsplatz "Zutritt für Unbefugte verboten" entbindet den Arbeitgeber nicht von seiner Pflicht die v.g. Kennzeichnungen und weitere nötige Maßnahmen des Arbeitsschutzes durchzuführen.
 
 


Dialognummer: 8442
Stand: 24.06.2009

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.