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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Beleuchtung und Kennzeichnung von Fluchtwegen
Stichworte: Welche Beleuchtungsstärke ist für Flucht- und Verkehrswege auf Baustellen gefordert?

Frage:

Welche Beleuchtungsstärke ist für Flucht- und Verkehrswege auf Baustellen speziell in teils mit Tageslicht beleuchteten Treppenhäusern im Rohbauzustand und in Kellergeschossen / Tiefgaragen im Rohbauzustand gefordert?


Antwort :

Die Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV fordert, dass Arbeitsstätten (zu den auch eine Baustelle gehört) möglichst ausreichend Tageslicht erhalten und mit Einrichtungen für eine der Sicherheit und dem Gesundheitsschutz der Beschäftigten angemessenen künstlichen Beleuchtung ausgestattet sein müssen. Die Beleuchtungsanlagen sind so auszuwählen und anzuordnen, dass sich dadurch keine Unfall- oder Gesundheitsgefahren ergeben können (Ziffer 3.4 Anhang ArbStättV). In der Arbeitsstätten-Richtlinien - ASR 7/3 "Künstliche Beleuchtung" werden unter Punkt 4 Nennbeleuchtungsstärken für verschiedene Tätigkeiten angegeben. Dabei ist ggf. bei unübersichtlicher Baustelleneinrichtung, Lagerung von Material oder Einbauten eine höhere Beleuchtungsstärke als in den Tabellen angegeben anzunehmen.

Anmerkung zu den Arbeitsstätten - Richtlinien - ASR - :
Nach
§ 8 der neuen ArbStättVgelten die alten Arbeitsstätten-Richtlinien – ASR – weiter, bis entsprechende neue Regeln durch den Ausschuss für Arbeitsstätten erarbeitet und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bekannt gemacht werden, längstens jedoch bis 2010.

Wesentliche Anforderungen und Hilfestellungen zur Auslegung der Beleuchtung von Arbeitsstätten finden sie in der BG-Regel -
BGR 131. Für Arbeitsplätze im Freien können die Ausführungen der ASR 41/3 - "Künstliche Beleuchtung für Arbeitsplätze und Verkehrswege im Freien" sowie die Empfehlungen der Fördergemeinschaft Gutes Licht der Broschüre Nr. 13 unter http://www.licht.de/de/publikationen/schriftenreihe/bga/10/bp/398/ herangezogen werden. Siehe auch die zurückgezogene berufsgenossenschaftliche Information "Künstliche Beleuchtung für Arbeitsplätze und Verkehrswege im Freien und auf Baustellen" - BGI 759 .

Hinweis: Ggf. ist eine Sicherheitsbeleuchtung erforderlich. Die Erfordernis einer Sicherheitsbeleuchtung ist in der Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln und immer dann gegeben, wenn bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung in Arbeitsstätten die Beschäftigten Unfallgefahren ausgesetzt sind. Konkretisiert wird die Forderung durch Nr. 2 der ASR 7/4 und Nr. 8 der ASR A 2.3. Für die Sicherheitsbeleuchtung in Arbeitsstätten gilt die ArbStättV i.V.m. den Arbeitsstätten-Richtlinien - ASR 7/4 "Sicherheitsbeleuchtung" und der neuen Arbeitsstättenregel ASR A 2.3. Die entsprechenden Vorschriften zur Sicherheitsbeleuchtung befinden sich in Ziffer 3.4 im Anhang zur Arbeitsstättenverordnung. 

Aber: Ist eine Sicherheitsbeleuchtung nicht nicht erforderlich, muss auf Fluchtwegen die Erkennbarkeit der dort notwendigen Rettungs- und Brandschutzzeichen durch Verwendung von langnachleuchtenden Materialien auch bei Ausfall der Allgemeinbeleuchtung für eine bestimmte Zeit erhalten bleiben. Hierbei ist auf eine ausreichende Anregung der langnachleuchtenden Produkte zu achten (Nr. 5.1 Abs. 5 der ASR A 1.3 und  § 10 Abs. 3 der BGV A 8).

Stand: November 2008

 


Dialognummer: 6680
Stand: 18.11.2008

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