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Stichworte: Ist das beschriebene i-Butan vorzuregistrieren?

Frage:

Company A kauft ein Butangemisch von Company B in der folgenden Zusammensetzung ein:

Ca. 80% n- Butan
Ca. 20 % i-Butan

Dieses Butangemisch wird in einem Splitter (Butandestillation) in seine Bestandteile getrennt. Es erfolgt hier keine chemische Umwandlung/Reaktion. Das n-Butan wird anschließend für eine Synthese eingesetzt. Das i-Butan wird extern verkauft.

Ist dieses i-Butan vorzuregistrieren?

Antwort :

Die Antwort auf die Fragestellung hängt davon ab, wie der Vorlieferant - die Company B - das ursprüngliche Butangemisch registriert hat:
Hat die Company B das Gemisch als reines n-Butan (mono-constituent substance) registriert, ist das i-Butan in dem Gemisch eine Verunreinigung, die durch die Destillation - auch wenn es sich um einen rein physikalischen Vorgang handelt - von der Company A erstmalig gezielt als reiner Stoff hergestellt wird und als solcher von Company A zwingend zu registrieren ist. Verbleibendes n-Butan in dem abgetrennten i-Butan ist dann wiederum eine Verunreinigung, die bei einer entsprechenden geringen Konzentration in dem i-Butan nicht extra registriert werden muss (Registrierung von i-Butan als mono-constituent i-Butan). Das aufgereinigte n-Butan, welches ja bereits von dem Vorlieferanten als mono-constituent Stoff registriert worden ist, muss nicht neu registriert werden.
Hat die Company B, von der A das Butangemisch kauft, das Produkt als multi-constituent substance (Gemisch aus n-Butan und i-Butan) registriert und die Konzentrationsangaben weit genug gewählt (z. B. n-Butan 10 - 90% und i-Butan 10 - 90%) stellt die Company A bei der Destillation, soweit die Konzentrationsgrenzen in der Registrierung des Lieferanten B nach der Destillation nicht überschritten werden, keine neue Stoffe her, da die Verteilung der beiden Komponenten, die bei der Destillation „in reiner Form“ gewonnen werden, noch immer von der ursprünglichen Registrierung umfasst ist und die Destillation bei der Company A keine chemische Umsetzung ist. Sind allerdings die Konzentrationsgrenzen der Registrierung des Gemisches des Lieferanten B nach der Destillation überschritten, muss die Company A sowohl das n-Butan (ggf. als Zwischenprodukt) als auch das i-Butan als erstmalig hergestellte mono-constituent-substances selbst registrieren.
Die Company A sollte daher darauf dringen, dass ihr Lieferant B eine sinnvolle Registrierung durchführt, um sich selbst die Mühe einer Registrierung ersparen zu können, bzw. sich einen neuen Lieferanten suchen, der diese Bedingung erfüllt.



Dialognummer: 6574
Stand: 09.09.2009

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