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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Fußböden
Stichworte: Gibt es ein Kriterium oder eine Vorschrift, nach der die Größe von nässeausfsaugenden Schmutzfangmatten im Eingangsbereich bestimmt wird?

Frage:

In unserer Werkstatt für behinderte Menschen wird im Eingangsbereich bei nassem Wetter eine rutschgefährdende Menge an Nässe von aussen eingetragen.
Gibt es ein Kriterium oder eine Vorschrift, nach der die Größe von nässeausfsaugenden Schmutzfangmatten bestimmt wird?


Antwort :

Arbeitsräume inkl. Verkehrswege müssen grundsätzlich den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung – ArbStättV entsprechen. 
Allgemein gilt, dass die Oberflächen der Fußböden, Wände und Decken so beschaffen sein müssen, dass sie den Erfordernissen des Betreibens entsprechen und leicht zu reinigen sind.

"In Eingangsbereichen muss es Ziel sein, nach dem Durchschreiten möglichst wenig Feuchtigkeit und Schmutz auf die angrenzenden Verkehrswege zu übertragen. Deshalb müssen in den Bereichen, die durch Eingänge direkt aus dem Freien betreten werden und in die Feuchtigkeit von außen gelangen bzw. hineingetreten werden kann, großflächige Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnehmer angeordnet sein. Der bauliche und flächenmäßige Aufwand dieser Maßnahme ist unter anderem abhängig von der Anzahl der Personen, die regelmäßig die Eingänge passieren. Zu empfehlen ist eine Anordnung der Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnehmer über die gesamte Durchgangsbreite. Die Schmutz- und Feuchtigkeitsaufnehmer sollten das Maß von mindestens 1,50 m in Laufrichtung aufweisen. Sie sollten so angeordnet werden, dass sie nicht verrutschen können und keine Stolperstellen darstellen." (Siehe auch das Merkblatt M10 "Fußböden in Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW; http://medien-e.bghw.de/bge/m10/m10.htm)).

Anforderungen an die rutschhemmenden Eigenschaften von Fußböden sind in der berufsgenossenschaftlichen Regel BGR 181 "Fußböden in Arbeitsräumen und Arbeitsbereichen mit Rutschgefahr" aufgeführt. Für Eingangsbereiche (außen) gilt eine Kennzahl der Rutschgefahr von R 11 oder R 10 mit dem Verdrängungsraum V 4 (Ziffer 0.2 Anhang 1); für Eingangsbereiche (innen) ist die Rutschhemmung R 9 ausreichend. Siehe auch insbesondere die Ausführungen im Abschnitt 4 "Weitere bauliche Anforderungen an Fußböden" der BGR 181.

Bestimmungen über Fußböden von Verkehrs- und Rettungswegen enthalten auch die Baubestimmungen der Länder. Sprechen Sie diesbezüglich bitte Ihre zuständige Bauaufsicht an.


Dialognummer: 6503
Stand: 12.12.2008

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