Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Ergonomie > Ergonomie von Arbeitsstätten und Arbeitsmitteln
Stichworte: Welche Vorschläge gibt es zur ergonomischen Gestaltung von Sandstrahlarbeiten, so dass statische Haltearbeit reduziert wird?

Frage:

Ein Mitarbeiter wird ausschließlich als Sandstrahler eingesetzt. Hierbei muss der Mitarbeiter den Schlauch mit der linken Hand an den Rumpf pressen um ihn zu fixieren, während der Schlauch mit der rechten Hand geführt wird. Die statische Haltearbeit hat bei einem Mitarbeiter zu Halswirbelbeschwerden sowie einem Schulter-Arm-Syndrom geführt. Gibt es ergonomische Gestaltungsvorschläge, die die statische Haltearbeit reduzieren?

Antwort :

Die in der Anfrage beschriebene Haltung ist bei Freistrahlarbeiten sehr häufig zu beobachten. Eine Alternative ist das Tragen des Schlauchs auf der Schulter, wobei die größere Schlauchlänge zwangsläufig ein höheres Gewicht bedeutet. Eine Bindung des Schlauchs an den Körper bzw. den Schutzanzug (z. B. mittels Tragegurt) könnte zwar zur Entlastung der linken Hand führen, behindert aber die Bewegungsfreiheit und ist auch aus sicherheitstechnischen Gründen nicht empfehlenswert.

Bei eng begrenzten stationären Strahlarbeitsplätzen sind ergonomische Hilfsmittel denkbar und realisiert worden, z. B. Auflageböcke, auf denen der Schlauch in Hüfthöhe abgelegt werden kann. Auch in Laufschienen eingehängte Tragehilfen begrenzen die Bewegungsfreiheit – sie sind daher offensichtlich nicht realisiert worden. Komplizierte technische Handlingshilfen (z. B. Federzugtrommeln) sind wegen der Staub- und Strahlmitteleinwirkung kaum oder nur unter erheblichen Schutzmaßnahmen betriebsbereit zu halten. Mit Ausgleichgewichten ausgestattete Tragehilfen sind am ehesten als ”sinnvoll” anzusehen, aber auch sie beschränken die Bewegungsfreiheit des Strahlers. Demgegenüber ist bei großflächigen Strahlarbeiten die Fixierung der Schlauchdüse in einer festen Vorrichtung und evtl. auf einer verfahrbaren Bühne realisiert worden (Waggon-, Silo-, Schiffswandstrahlen). Es ist dabei zu beachten, das grundsätzlich eine spezielle Beurteilung des jeweiligen Arbeitsplatzes erforderlich ist, um entsprechende Vorschläge auszuarbeiten.


Dialognummer: 65
Stand: 15.08.2011

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.