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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Beschaffung und Bereitstellung von PSA
Stichworte: Welches Schuhwerk muss unsere Laborantin tragen?

Frage:

Welches Schuhwerk muss unsere Laborantin tragen? Im Labor werden nur Standardtests, Absetzproben und CSB-Untersuchungen durchgeführt. Die täglichen Abwasserproben nimmt sie vor Ort auf der Anlage.

Antwort :

Grundsätzlich muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung gemäß § 5 des Arbeitsschutzgesetzes (ArbSchG) ermittelt werden, welchen Arbeitnehmern persönliche Schutzausrüstung (hier: Sicherheits- bzw. Schutzschuhe oder Berufsschuhe) zur Verfügung zu stellen sind.
Sicherheits- bzw. Schutzschuhe sind dann zur Verfügung zu stellen, wenn mit Fuß- oder Beinverletzungen, insbesondere durch
• Stoßen,
• Einklemmen,
• umfallende, herabfallende oder abrollende Gegenstände,
• Hineintreten in spitze Gegenstände,
• heiße oder ätzende Flüssigkeiten oder
• mit anderen gesundheitsgefährlichen Umgebungseinflüssen
zu rechnen ist.
Nähere Informationen dazu bietet die maßgebliche
BGR 191 Benutzung von Fuß- und Beinschutz an.
Eine weitere Konkretisierung ist den
Richtlinien für Laboratorien – BGR 120 zu entnehmen. Dort heißt es unter Ziffer 7.2: In Laboratorien darf nur festes, geschlossenes und trittsicheres Schuhwerk getragen werden. Hier kommen also Berufsschuhe entsprechend BGR 191 in Betracht.

Ob bei der Tätigkeit im Außenbereich Sicherheits- bzw. Schutzschuhe nötig sind, kommt auf die Tätigkeit im Einzelnen an. Müssen z.B. für die Probennahme Schachtabdeckungen (Betondeckel) angehoben werden, werden in aller Regel Sicherheits- oder Schutzschuhe mit Zehenschutz nötig sein.
Hinweis:
Gemäß BGR 191 wird grundsätzlich zwischen Sicherheits-, Schutz- und Berufsschuhen unterschieden. Sicherheits- und Schutzschuhe müssen eine Zehenkappe enthalten. Berufsschuhe sind im Normalfall nicht mit Zehenkappen ausgerüstet; ist eine Zehenkappe eingebaut, werden an diese keine Anforderungen gestellt.
Die Sicherheitsschuhe unterscheiden sich von den Schutzschuhen dadurch, dass die Zehenkappen die doppelten Prüfenergien und eine wesentlich größere Druckkraft aufzunehmen haben. (Ziffer 4 Anhang 2 BGR 191)


Dialognummer: 6472
Stand: 12.12.2008

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