Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Beschaffung und Bereitstellung von PSA
Stichworte: Welche PSA ist beim Abpacken von Holzkohle nötig?

Frage:

In unserer Firma sollen zwei Mitarbeiter Holzkohle abpacken.
Die Holzkohle läuft über ein Förderband und wird in Jutesäcke gefüllt. Diese werden verschlossen und gestapelt.

Welche Schutzausrüstung -neben Staubmaske und Handschuhen- ist notwendig? Welche Anforderungen sind an die PSA zu stellen?

Antwort :

Holzkohle bzw. Holzkohlenstaub ist nicht kennzeichnungspflichtig nach EG-Kriterien. Wir gehen aber davon aus, dass es bei dem in der Frage beschriebenen Arbeitsverfahren zum Abfüllen der Holzkohle zu einer Staubentwicklung kommen wird.
Daher ist grundsätzlich im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung abzuklären, welche Maßnahmen zu Minimierung der Staubentwicklung getroffen werden können (z.B. Sprühnebel zum Niederschlagen des Staubes?) .

Für den Atemschutz wird ist es grundsätzlich ausreichend sein, bei den in der Frage beschriebenen Tätigkeiten eine partikelfiltrierende Halbmaske der Klasse FFP2 mit mittlerem Abscheidevermögen zu tragen (selbstverständlich sind auch Masken höheren Abscheidevermögens [Klasse FFP3] zulässig.)
Aber beachten: Das Tragen von belastender persönlicher Schutzausrüstung - und dazu zählen auch partikelfiltrierende Halbmasken - als ständige Maßnahme anstelle von technischen oder organisatorischen Maßnahmen ist nicht zulässig und darf keine dauernde Maßnahme sein (§ 9 Abs. 3 Gefahrstoffverordnung).

Zum Handschutz: Einfache Schutzhandschuhe gegen mechaniche Gefahren nach DIN EN 388, z. B. aus Leder, sind im beschriebenen Fall ausreichend.

Zur Kleidung: Ob Arbeitskleidung ausreichend ist oder ob Schutzkleidung getragen werden muss (z. B. Schutzjacken, -hosen und/oder -schürzen kann von hier nicht beurteilt werden. Dieses hängt von der Art der Handhabung der Jutesäcke sowie ggf. auch von deren Staubdichtigkeit ab. Zur Auswahl von Schutzkleidung s. auch BGR 189 Regeln für den Einsatz von Schutzkleidung.
Die Anwendung des allgemeinen Staubgrenzwertes (Ziffer 2.4 der TRGS 900) sollte mit dem Betriebsarzt erörtert werden.
Ob das Entstehen gefährlicher explosionsfähiger Atmosphäre bei dem beschriebenen Arbeitsverfahren von Bedeutung ist, sollte wie auch Brandschutzaspekte, ebenfalls in der Gefährdungsbeurteilung geklärt werden.

Dialognummer: 6315
Stand: 04.01.2008

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.