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Stichworte: Müssen als Abfall deklarierte Kraftwerksaschen unter REACH (vor-)registriert werden, wenn sie als Zuschlag für Baustoffe verwendet werden?

Frage:

Müssen Kraftwerksaschen, die eigentlich als Abfälle deklariert abgefahren werden, im Rahmen von REACH (vor-)registriert werden, wenn sie als Zuschlagstoffe in der Baustoffherstellung verwendet werden?
Kann dies abhängig von der Verwendung der Baustoffe, z. B. über- oder untertägig, sein?

Antwort :

Aschen sind Abfälle und unterliegen daher dem Abfallrecht und sind von REACH ausgenommen (Art. 2 Ziffer 2). Ob eine solche stoffliche Verwertung als Zuschlagstoff aus dem Abfallregime entlassen wird, ist Diskussionsstoff der neuen Abfallrahmenrichtlinie. Danach könnte ggf. ein solcher Stoff als Sekundärrohstoff gehandelt werden. Sollte dies so verabschiedet werden, müssten nach REACH entsprechende Betrachtungen (Hersteller, Importeur, Nachgeschalteter Anwender, Sicherheitsdatenblatt, ...) geprüft und angewendet werden.

Dann wäre aus heutiger Sicht auch eine Vorregistrierung logisch und ratsam, um Fristen nutzen zu können. Diese unsichere Situation wurde kürzlich in der Zeitschrift Stoffrecht (StoffR 4/2007) auf Seiten 159 bis 167 sehr anschaulich dargestellt. Titel: Sekundärprodukte und Sekundärstoffe - Ende der Abfalleigenschaft und Beginn der REACH-Regulierung?



Dialognummer: 6301
Stand: 11.09.2009

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