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Stichworte: Muss ein nachgeschalteter Anwender die Risikomanagementmaßnahmen, die in einem erweiterten Sicherheitsdatenblatt übermittelt wurden, unbedingt befolgen?

Frage:

Muss ich als nachgeschalteter Anwender die Angaben zu den Risikomanagementmaßnahmen, die mir in einem erweiterten Sicherheitsdatenblatt übermittelt wurden, unbedingt befolgen?

Antwort :

Grundsätzlich sind die im Sicherheitsdatenblatt angegebenen Risikominderungsmaßnahmen vom nachgeschalteten Anwender zu beachten.
Sollte dieser jedoch über neue Informationen über gefährliche Eigenschaften, unabhängig von den betroffenen Verwendungen oder über weitere Informationen verfügen, die die Eignung der angegebenen Risikomanagementmaßnahmen (im Falle einer so genannten identifizierten Verwendung) in Frage stellen können, so ist der nachgeschaltete Anwender verpflichtet, diese Informationen dem unmittelbar vorgeschalteten Akteur oder Händler der Lieferkette zu übermitteln (Artikel 34 der REACH-Verordnung).
Die Gefahrstoffverordnung und das Arbeitsschutzgesetz gelten fort, so dass der Arbeitgeber auch weiterhin eigene Gefährdungsbeurteilungen eigenverantwortlich durchführen muss. Das erweiterte Sicherheitsdatenblatt bietet ihm hierfür zukünftig eine bessere Datenlage als bisher. Die dort angegebenen Risikomanagementmaßnahmen muss er bei der Gefährdungsbeurteilung berücksichtigen und im Betrieb umsetzen.
Eine Abweichung von den Risikomanagementmaßnahmen muss möglich sein, allerdings nur in sorgfältig geprüften Fällen und soweit gleichwertige Alternativmaßnahmen beim Umgang mit den entsprechenden Stoffen eingeführt werden.
Der Zugang zum REACH-Net – Beratungsservice findet sich unter der Internetadresse
www.reach-net.com. Dort kann jeder online in der REACH-Wissensdatenbank recherchieren und - nach einer einfachen, persönlichen Anmeldung - auch neue Fragen an den REACH-Expertenverbund stellen. Dort werden auch die veröffentlichte REACH-Verordnung 1907/2006 (EU-ABl. L 396 vom 30.12.2006) und begleitende Rechtsakte angeboten.
Stand: Februar 2008
(Basis: cc11020)


Dialognummer: 6299
Stand: 11.09.2009

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