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Stichworte: Welcher Zusammenhang besteht hinsichtlich der Informationspflichten in REACH und nach anderen Stofflisten (GADSL, IMDS u.a.)?

Frage:

Welcher Zusammenhang besteht zwischen den Informationspflichten gegenüber Kunden aus REACH bezüglich deklarationspflichtigen Stoffen und den folgenden Listen:
- Globale Liste für deklarationspflichtige Stoffe im Automobilbau (VDA232-101/GADSL)
- IMDS International Material Data System (IMDS STD101)
- Volvo"s black list/grey list/white list (VOLVO STD 100-0002/...-003/...-0004)
und z.B. auch
- SIEMENS NORM SN 36350-2 Umweltverträgliche Produkte / Gefährliche Stoffe , Verbotsliste, Vermeidungsliste?


Antwort :

Unserer Meinung nach besteht kein Zusammenhang zwischen den Informationspflichten nach REACH und den anderen branchen- bzw. firmenspezifischen Stofflisten. Während mit der Erfüllung der Informationspflichten nach REACH der Hersteller und der Importeur eines Stoffes sowie die nachgeschalteten Anwender (Downstream user) die legalen Basisanforderungen im sicheren Umgang mit Stoffen abdecken, erfüllen die Stofflisten der Automobil- und Elektronikproduktehersteller, Textil- und Kosmetikhersteller u.v.a. eher die Funktion eines Marktinstrumentes. Mit diesen von allen Lieferanten auszufüllenden und unterschriebenen Deklarationslisten, vergleichbar mit Ökolabeln, versuchen sich Firmen Wettbewerbsvorteile gegenüber der Konkurrenz zu verschaffen bzw. sich ein bestimmtes Image zu geben oder ihres zu verbessern.

Firmen- oder Branchenlisten - wie die von Ihnen genannten - dienen darüber hinaus der Eigenkontrolle. Kunden machen solche Stofflisten teilweise zum Bestandteil von Verträgen mit ihren Lieferanten, um sicherzustellen, dass firmen- oder brancheninterne Standards erfüllt werden. In vielen Fällen sind die in diesen Stofflisten festgelegten Anforderungen deutlich weitgehender als die gesetzlichen Pflichten zur Informationsweitergabe wie sie zum Beispiel aus der REACH-Verordnung resultieren.


Dialognummer: 5952
Stand: 16.09.2009

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