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Nutzerpfad: Belastungen durch Biostoffe > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Biostoffen > Technische Schutzmaßnahmen (6.)
Stichworte: Fragen zu Schutzmaßnahmen im Labor bei der Gefahr der Sensibilisierung von Mitarbeitern durch Labortierstaub

Frage:

Wir arbeiten unter anderem auch mit Labortieren (Mäuse, Ratten) und möchten uns in diesem Zusammenhang im Rahmen eine Gefährdungsbeurteilung näher mit dem Problem der Sensibilisierung von Mitarbeitern durch Labortierstaub beschäftigen. Im Fall von Labortierstaub handelt es sich um einen atemwegssensibilisierenden Stoff nach Gefahrstoffverordnung. Aus der TRGS 540 haben wir entnommen, dass Arbeitsplätze, an welchen atemwegssensibilisierende Stoffe be- oder verarbeitet werden, mit einer ausreichend dimensionierten Lokalabsaugung auszurüsten sind. Zu diesem Punkt habe ich zwei Fragen:
1. Teilweise müssen wir steril mit den Tieren unter einer Sicherheitswerkbank arbeiten. Es handelt sich um Klasse II Sicherheitswerkbänke mit HEPA - Filter. Kann ich in diesem Fall von einem ausreichenden Schutz der Mitarbeiter ausgehen, da partikuläre Allergene wie Tierhaare oder Hautschuppen ja über die Fortluft und den Filter vom Mitarbeiter weggeführt und zurückgehalten werden?
2. Können Arbeiten an Tieren auch nach den Vorgaben der TRGS 540 durchgeführt werden, ohne eine örtliche Absaugung, also offen, wenn durch eine aufrecht erhaltene Flüssigkeitstränkung der Tiere während der Arbeit gewährleistet ist, dass Hautschuppen und Tierhaare nicht in die Umgebungsluft abgegeben werden können (siehe TRGS 540, 3.4 (1))?

Antwort :

Frage 1:
Ja, durch die beschriebene Sicherheitswerkbank ist ein ausreichender Schutz der Mitarbeiter gegeben.

Frage 2:
Ja, eine Flüssigkeitsdurchtränkung ist ausreichend, wenn im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermittelt wird, dass bei der dargestellten Verfahrensweise kein Labortierstaub freigesetzt wird und die Flüssigkeitstränkung während der gesamten Arbeitszeit aufrecht erhalten wird.

Auf die
Technischen Regeln für Biologische Arbeitsstoffe - TRBA 500 (allgemeine Hygienemaßnahmen bei Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen) und TRBA 120 (Versuchstierhaltung) wird hingewiesen.

Stand: August 2007


Dialognummer: 5819

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