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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch bestimmte Stoffe / Zubereitungen

Frage:

Ab wieviel Volumenprozent muss eine wässrige Ethanollösung als Gefahrstoff eingestuft werden?

Antwort :

Für die physikalisch-chemischen Eigenschaften einer wässrigen Ethanollösung gibt es kein Berechnungsverfahren nach dem man diese Zubereitung einstuft. Für die entzündlichen Eigenschaften des Ethanols und dessen Verdünnungen sind die experimentellen Ergebnisse einer Flammpunktuntersuchung heranzuziehen. Im Allgemeinen wird man bei Ethanol auf folgende Daten (siehe auch GESTIS-Stoffdatenbank) zurückgreifen können:

Konz./Flammpunkt
100%   12° C
95%     14° C
80%     20° C
70%     21° C
60%     22° C
50%     24° C
40%     26° C
30%     29° C
20%     36° C
10%     49° C
5%       81° C

Gemäß den Einstufungskriterien aus der RL 67/548/EWG gilt bei einem Flammpunkt kleiner 21 Grad die Einstufung leichtentzündlich mit R11 und bei einem Flammpunkt größer gleich 21 Grad und maximal 55 Grad die Einstufung entzündlich mit R10.
Das bedeutet, wässrige Ethanollösungen mit mehr als ca. 70% sind als leichtentzündlich und wässrige Ethanollösungen von 10% sind immer noch als entzündlich und somit als Gefahrstoff einzustufen. Ab welcher Konzentration genau auch die Einstufung entzündlich verlorengeht, ist hier nicht bekannt, sie liegt aber gemäß oben aufgeführter Daten zwischen 5 und unterhalb von 10%.

Stand: Juni 2007

Dialognummer: 5691

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