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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege
Stichworte: Wie müssen Kabelstränge, die über einen Verkehrsweg laufen, hinreichend gesichert werden?

Frage:

Ich habe eine Frage zur Unfallverhütung in einem Bereich eines Flughafens, der als Arbeitsweg genutzt wird. Als Mitarbeiter bin ich verpflichtet, mich nach dem Luftsicherheitsgesetz kontrollieren zu lassen, wenn ich den Sicherheitsbereich betreten möchte. Hierzu muss ich durch eine sogenannte Torsonde mit Metalldetektor schreiten. Mein Handgepäck wird durch eine Röntgenanlage kontrolliert. Die Stromversorgung verläuft ca. 80 cm hinter der Torsonde quer über den Fussboden. Ich muss zwangsläufig darüber hinweg, um mich einer manuellen Nachkontrolle zu unterziehen bzw. um an mein Gepäck zu kommen. Um nun auf die Pier zu kommen, muss ich abermals darüber hinweg, weil sich der Zugang im Rückraum der Kontrolle befindet.
Frage: Genügt es, diesen kabelstrang mit einer selbst gekanteten VA-Blechabdeckung zu sichern, ohne Gefahrenhinweise aufzustellen? Gibt es für diese Abdeckungen Vorschriften, die zu beachten sind. Die selbstgebastelte Abdeckung hat kein Profil, ist nicht gummiert und auch nicht schwarz/gelb gekennzeichnet. Sie ist spitz nach oben zulaufend und am Scheitel nicht abgerundet, von der Spitze zum Boden beträgt der Abstand ca 6-7 cm.

Antwort :

Anforderungen an die Beschaffenheit von Fußböden findet man in der Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV im Anhang unter der Ziffer 1.5 – Fußböden, Wände, Decken, Dächer -.
In Abs. 2 wird aufgeführt, dass Fußböden von Räumen keine Unebenheiten, Löcher, Stolperstellen oder gefährliche Schrägen aufweisen dürfen.

Konkretisierende Anforderungen an die Beschaffenheit von Fußböden werden in derArbeitsstättenrichtlinien - ASR 8/1 - Fußböden - erläutert. Danach sind Fußbodenstellen, an denen sich Stolper- und Sturzgefahren durch bauliche oder technische Maßnahmen nicht vermeiden lassen, durch Gelb-Schwarz-Kennzeichnung hervorzuheben. Konkrete Anforderungen an die Kennzeichnung sind in der BGV A 8 „Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz“ aufgeführt. Nach § 8 der ArbStättV gelten die bestehenden Arbeitsstättenrichtlinien weiter, bis entsprechende neue Regeln durch den Ausschuss für Arbeitsstätten erarbeitet und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit bekannt gemacht werden, längstens jedoch bis 2010.

Nach § 3 Arbeitsschutzgesetz - ArbSchG ist der Arbeitgeber verpflichtet, alle erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes zu treffen. Dabei muss er alle Umstände berücksichtigen, die Sicherheit und Gesundheit der Beschäftigten bei der Arbeit beeinflussen. Der Arbeitgeber muss nach § 5 ArbSchG im Rahmen einer Gefährdungsbeuteilung ermitteln, welche Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Bei diesen Maßnahmen muss er den Stand der Technik, der Arbeitsmedizin und Hygiene sowie sonstige gesicherte arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigen.
Ein geeignetes Gremium Probleme des Arbeitsschutzes betriebsspezifisch zu erörtern, ist der Arbeitsschutzausschuss. Im Arbeitsschutzausschuss sind gemäß Arbeitssicherheitsgesetz Arbeitgeber, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsarzt, Sicherheitsbeauftragte und der Betriebsrat vertreten.

In Ihrem speziellen Fall sollte eine Begehung vor Ort mit der Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Berufsgenossenschaft oder dem Ansprechpartner der für Sie zuständigen Arbeitsschutzbehörde erfolgen.

Stand: Juni 2007



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