Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Absturzsicherungen, Geländer
Stichworte: Gibt es Regelungen, ab wann Maßnahmen zum Schutz vor Ertrinken getroffen werden müssen?

Frage:

Bei einer Gefährdungsbeurteilung für eine neue Baustelle, die an einem Teich liegt, stellt sich die Frage, ab wann man Maßnahmen ergreifen muss zum Schutz vor Ertrinken? Gibt es Regelungen?

Antwort :

Grundsätzliche Anforderungen den Schutz der Beschäftigten vor Gefahrenbereiche findet man in der Verordnung über Arbeitsstätten - ArbStättV im Anhang nach § 3 Abs. 1 unter der Ziff. 2.1 - Schutz vor Absturz und herabfallenden Gegenständen, Betreten von Gefahrenbereichen -. 

Hiernach sind Arbeitsplätze und Verkehrswege, bei denen die Gefahr des Absturzes von Beschäftigten oder des Herabfallens von Gegenständen besteht oder die an Gefahrenbereiche grenzen, mit Einrichtungen zu versehen, die verhindern, dass Beschäftigte abstürzen oder durch herabfallende Gegenstände verletzt werden oder in die Gefahrenbereiche gelangen können.
Bei Bauarbeiten, bei denen sich im besonderen Maße Gefährdungen für die Beschäftigten ergeben können, müssen geeignete Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden (Ziffer 5.2 Abs. 4 Anhang ArbStättV).
Bereiche mit Gefahr des Hinunterfallens oder des Hineinstürzens liegen gemäß ASR 12/1-3 - Schutz gegen Absturz und herabfallende Gegenstände u. a. vor, wenn Arbeitsplätze und Verkehrswege an Stoffe grenzen, in denen man versinken kann. Schutzmaßnahmen gegen Ertrinken/Versinken müssen folglich unabhängig von der Höhe im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung eigenverantwortlich festgelegt werden.

Über die Absicherung von Bereichen, bei denen die Bauarbeiten abgeschlossen sind, informieren die Dialoge der KomNet-Datenbank.  


Dialognummer: 5664
Stand: 20.08.2009

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