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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Wasch- und Umkleideräume
Stichworte: Gibt es in der Altenpflege eine Vorgabe zur Trennung von Kleidung, die während der Pflege getragen wird, und der Privatkleidung?

Frage:

Wir müssen in unserem Altenheim neue Umkleideräume einrichten. Gibt es in der Altenpflege eine Vorgabe zur Trennung von Kleidung, die während der Pflege getragen wird, und der Privatkleidung?

Antwort :

Die Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV fordert unter § 6 , dass vom Arbeitgeber geeignete Umkleideräume zur Verfügung zu stellen sind, wenn die Beschäftigten bei ihrer Tätigkeit besondere Arbeitskleidung tragen müssen und es ihnen nicht zuzumuten ist, sich in einem anderen Raum umzukleiden. Gemäß der Kommentierung zur "alten" Arbeitsstättenverordnung müssen besondere Gründe vorliegen, die das Tragen der  Arbeitskleidung rechtfertigen. Diese können z.B. durch:

In den derzeit grundsätzlich noch anzuwendenden Arbeitsstättenrichtlinien, hier ASR 34/1-5 , wird weiter erläutert, dass eine getrennte Aufbewahrungsmöglichkeit (Schwarz-Weiß-Trennung) für Arbeitskleidung (Schwarz) und Straßenkleidung (Weiß) vorhanden sein muss, wenn die Arbeitnehmer infektiösen, giftigen, gesundheitsschädlichen, ätzenden, reizenden oder stark geruchsbelästigenden Stoffen oder starker Verschmutzung ausgesetzt sind.

Die Beschaffenheit und Ausstattung der Umkleideräume kann ebenfalls nach der ASR 34/1-5 Arbeitsstätten-Richtlinie Umkleideräume ausgelegt werden.

Die Technische Regel für biologische Arbeitsstoffe - TRBA 250 "Biologische Arbeitsstoffe im Gesundheitswesen und in der Wohlfahrtspflege" führt in Nr. 4.1.2.5 aus, dass getragene Schutzkleidung von anderer Kleidung getrennt aufzubewahren ist. Der Arbeitgeber hat für vom Arbeitsplatz getrennte Umkleidemöglichkeiten zu sorgen. Dabei ist zwischen Schutzkleidung als teil der persönlichen Schutzausrüstung mit Schutzwirkung und der Arbeitskleidung ohne Schutzwirkung zu unterscheiden. Definitionen dazu finden sie unter Nr. 2 der TRBA 250. Der Arbeitgeber muss im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ggf. unter Hinzuziehung des Betriebsarztes die Erforderniss der Schutzkleidung und somit die Schwarz-/Weiß-Trennung der Aufbewahrungsmöglichkeiten bewerten und festlegen.


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