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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Benutzung von Arbeitsmitteln und Einrichtungen > Sichere Benutzung der Arbeitsmittel
Stichworte: Ist in einem Küchenbetrieb der der Einsatz einer Kondensationshaube über einem Kombidämpfer vorgeschrieben?

Frage:

Ist in einem Küchenbetrieb der Betrieb bzw. die Nutzung einer Kondensationshaube über einem Kombidämpfer vorgeschrieben?

Antwort :

Konkrete arbeitsschutzrechtliche Vorschriften, die die Nutzung einer Kondensationshaube beim Betrieb eines Kombidämpfers vorschreiben, sind hier nicht bekannt.

Arbeitsschutzrechtlich sind selbstverständlich Arbeitsräume und somit die Arbeitsplätze frei von gefährlichen oder belästigenden Dämpfen, Dünsten und Wrasen zu halten. Arbeitsräume müssen grundsätzlich den Anforderungen der Arbeitsstättenverordnung - ArbStättV entsprechen (Raumtemperaturen, Belichtung, Lüftung, etc.). In umschlossenen Arbeitsräumen muss unter Berücksichtigung der Arbeitsverfahren, der körperlichen Beanspruchung und der Anzahl der Beschäftigten sowie der sonstigen anwesenden Personen ausreichend gesundheitlich zuträgliche Atemluft vorhanden sein (Ziffer 3.6 Anhang zur Arbeitsstättenverordnung).

Die Technischen Regeln für Arbeitsstätten ASR A 3.6 - Lüftung geben Erläuterungen zu Lüftungseinrichtungen in Arbeitsräumen.

Anforderungen, die an eine warme Küche gestellt werden hinsichtlich der Lüftung und Raumklima finden sie in der DGUV Regel 110-002 - Arbeiten in Küchenbetrieben (bisher: BGR 111). Siehe auch die ASI-Informationen Nr. 8.19/04 "Be- und Entlüftung von gewerblichen Küchen" der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gaststätten - BGN.

Die DGUV Regel 110-002 bestimmt im Anhang I Ziffer 1.2.9, dass bei Druckdampfgeräten austretender Damf und austretendes heißes Wasser so abgeleitet werden muss, dass eine Gefährdung von Personen ausgeschlossen ist. Bei Heißumluftöfen und Heißluftdampfgeräten wird darüber hinaus, zur Verringerung von Gesundheitsgefahren durch Dünste und Schwaden, bestimmt, dass im Rahmen der Gefährdungbeurteilung Schutzmaßnahmen durchgeführt werden müssen.

Als Beispiele für wirksame Schutzmaßnahmen werden Abluftanlagen genannt, deren Erfassungsstelle über dem Heißumluft- und Heißluftdämpfer angeordnet ist oder nur Geräte verwendet werden, die über eine integrierte Absaugeinrichtung verfügen. Daneben ist auch eine Einrichtung möglich, die nur das stufenweise Öffnen der Tür zuläßt oder eine organisatorische Maßnahmen, die allerdings nur bei kleinen Geräten zum Tragen kommen kann, wie z.B. das Öffenen der Tür nach einer festgelgten Wartezeit (Ziffer 1.2.10 des Anhangs).



Dialognummer: 4848
Stand: 14.01.2015

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