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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Muss in einem Labor, in dem mit Gefahrstoffen umgegangen wird, mindestens eine chemische Fachkraft beschäftigt werden?

Frage:

Ist es aus rechtlichen Gründen notwendig, in einem Labor, in dem mit Gefahrstoffen umgegangen wird, mindestens eine Person zu beschäftigen, die eine Ausbildung als Chemiekant/Chemielaborant/Chemie-Ingenieur o.ä. abgeschlossen hat, oder reicht es aus, die im Labor tätigen Mitarbeiter anzulernen?

Antwort :

Die gestellte Frage ist nur zu beantworten, wenn man die konkreten Randbedingungen in dem Labor berücksichtigt. Die arbeitsschutzrechtlich korrekte Vorgehensweise zur Beantwortung der Frage ist wie folgt:

Der Arbeitgeber ist nach § 5 Arbeitsschutzgesetz (ArbSchG) verpflichtet,  durch eine tätigkeitsbezogene Gefährdungsbeurteilung zu ermitteln, welche konkreten Maßnahmen des Arbeitsschutzes erforderlich sind. Die Gefährdungsbeurteilung, die daraus resultierenden Arbeitsschutzmaßnahmen und das Ergebnis ihrer Überprüfung sind zu dokumentieren (§ 6 ArbSchG). Für den Umgang mit Gefahrstoffen wird die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung durch § 7 Gefahrstoffverordnung konkretisiert. 

Anhand des Ergebnisses der Gefährdungsbeurteilung legt der Arbeitgeber begründet fest, welche Voraussetzungen die einzelnen Beschäftigten haben müssen und in welcher Form und Umfang Unterweisungen durchgeführt werden müssen. 

Auf die Pflicht zur Bestellung von Sicherheitsbeauftragten nach § 22 SGB VII (Siebtes Buch Sozialgesetzbuch) und § 20 der BGV A1 "Grundsätze der Prävention" weisen wir hin.
 


Dialognummer: 4818

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