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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Persönliche Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Gibt es seitens des Arbeitgebers die Pflicht, in einem Chemieunternehmen seinen Mitarbeitern kostenlose Getränke, spez. Milch, anzubieten?

Frage:

Muss ein Chemieunternehmen(Farb-und Lackproduktion) seinen Mitarbeitern kostenlose Getränke anbieten?

Es wird behauptet, dass gerade Milch in diesem Produktionsbereich besser geeignet wäre als z.B. Wasser. Stimmt das?

Wenn ja, wo findet man diesbezüglich die rechtlichern Grundlagen dafür?



Antwort :

Es gibt keine arbeitsschutzrechtliche Grundlage, dass Beschäftigten der Chemiebranche Milch oder Milchprodukte zur Verfügung gestellt werden müssen.
Im Arbeitsschutz stehen Maßnahmen im Vordergrund die gewährleisten sollen, dass Beschäftigte mit gefährlichen Stoffen und Zubereitungen erst gar nicht belastet werden:
- Ersatzstoffprüfung
- Gestaltung des Arbeitsverfahrens
- technische Schutzmaßnahmen
- persönliche Schutzmaßnahmen (Atemschutz, etc.)
- Unterweisung

Milch steigert überwiegend die Aufnahme vieler Giftstoffe. Zum Teil wird aber immer noch propagiert, das Milch ein wirksames Hausmittel bei Vergiftungen sei.
Von Fachleuten wird, z.B. in den Sicherheitsdatenblättern, davor gewarnt, Milch bei Vergiftungen zu trinken.

Gleichwohl ist Milch ein zu empfehlendes hochwertiges Nahrungsmittel. Auf die Informationen unter http://www.springerlink.com/content/x256ul021g2n6201 weisen wir hin. Auch empfehlen wir, dass Sie in der Angelegenheit den Betriebsarzt hinzuziehen.

Stand: Dezember 2008


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