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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Persönliche Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Müssen vor dem Betreten eines mit Lösemittel belasteten Raumes neben Atemschutzmaßnahmen auch Hautschutzmaßnahmen getroffen werden?

Frage:

In unserem Betrieb betreiben wir eine automatische Lackieranlage mit insgesamt 9 Lackierrobotern. In den Lackierkabinen erreichen wir Lösemittelkonzentrationen von bis zu 2 g/m3. Die Anlagenbediener müssen z.B. bei Störungen diese Lackierkabinen betreten. Während der Arbeiten in den Lackierkabinen wird die Lackierung grundsätzlich unterbrochen. Ist ein entsprechender Atemschutz zum Gesundheitsschutz ausreichend, oder müssen die Mitarbeiter auch gegen die Einwirkungen von Lösemitteldämpfen auf die Haut geschützt werden? Mit flüssigen Lösemitteln kommen die Mitarbeiter nicht in Kontakt.

Antwort :

In einem Raum, der mit Lösemitteldämpfe belastet ist, kann ein Hautkontakt nicht ausgeschlossen werden, da sich die Dämpfe auf der ungeschützten Haut ablagern können. Somit sollten neben Atemschutz auch entsprechende Schutzanzüge und Schutzhandschuhe getragen sowie Hautpflegemaßnahmen ergriffen werden.
Welche Maßnahmen konkret nötig sind, muss der Arbeitgeber im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung ermitteln (§ 7 Gefahrstoffverordnung). Hierbei sollte er sich vom Betriebsarzt und der Sicherheitsfachkraft beraten lassen.
Die TRGS 401 Informationen zu Gefährdung durch Hautkontakt - Ermittlung, Beurteilung, Maßnahmen ist in die Gefährdungsbeurteilung einzubeziehen.
Auf die Information (Unterweisung) der Beschäftigten entsprechend Ziffer 9 der TRGS 401 weisen wir hin.


Dialognummer: 4634

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