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Stichworte: Welche Belastungen können bei einer Trockeneisstrahlanlage auftreten?

Frage:

Vor der Einführung einer mobilen Trockeneisstrahlanlage versuche ich bisher erfolglos Informationen zu folgenden Fragen zu finden:
- Höhe der zu erwartenden Lärmbelastung für den Bediener und die Umgebung?
- Umfang der zu erwartenden Gefahrstoffbelastung (Staub des entfernten Belages)?


Antwort :

Nach den im Internet zugänglichen Herstellerinformationen arbeiten Trockeneisstrahlanlagen mit einem Betriebsdruck zwischen 3 und 16 bar. Dabei werden erfahrungsgemäß Lärmwerte von 80 dB(A) und 85 dB(A) (Auslösesschwellen der EG-Lärmrichtlinie  erreicht und überschritten.
Nähere Informationen dazu sollten beim Hersteller erfragt werden. Gemäß 3. GPSGV – Maschinenlärminformationsverordnung ist der Hersteller verpflichtet, in der Betriebsanleitung Angaben aufzunehmen über:
1. die folgenden Geräuschemissionswerte:
a. den arbeitsplatzbezogenen Emissionswert an den Arbeitsplätzen des Bedienungspersonals, wenn dieser 70 dB(A) überschreitet; ist der arbeitsplatzbezogene Emissionswert gleich oder kleiner als 70 dB(A), reicht die Angabe "70 dB(A)" aus;
b. den Schalleistungspegel und den arbeitsplatzbezogenen Emissionswert an den Arbeitsplätzen des Bedienungspersonals, wenn der letztere 85 dB(A) überschreitet; bei Maschinen mit sehr großen Abmessungen können statt des Schalleistungspegels die Schalldruckpegel an bestimmten Stellen im Maschinenun-sfeld angegeben werden;
c. den Höchstwert des momentanen C-bewerteten Schalidruckpegels an den Arbeitsplätzen, wenn dieser 130 dB überschreitet;
falls sich Arbeitsplätze nicht festlegen lassen oder nicht festgelegt sind, sind statt der arbeitsplatzbezogenen Emissionswerte anzugeben:
d. der höchste Schalldruckpegel von allen Schalldruckpegeln, die in einem Abstand von 1 m von der Maschinenoberfläche und 1,60 m über dem Boden oder der Zugangsplattform bestimmt werden, sowie der dazugehörige Meßpunkt;
e. (außer Kraft)
als Auslöseschwelle für die vorzunehmenden Angaben sind der höchste Schalldruckpegelwert und der dazugehörige Meßpunkt bzw. der Meßflächenschalldruckpegel in 1 m Abstand zugrunde zu legen;
2. den Betriebszustand und die Aufstellungsbedingungen, bei denen die in Nummer 1 genannten Werte bestimmt worden sind;
3. die Regeln der Meßtechnik, die den Messungen und Angaben zugrunde liegen.

Das Institut für Arbeitsmedizin, Arbeitssicherheit, Neue Technologien und Medizinische Gutachten, Ravensburg berichtet in dem Artikel P24 Trockeneisstrahlen – Ein neues Reinigungsverfahren (Seite 10) mit Aerosolbildung über die dabei auftretende Gefahrstoffbelastung. Dabei ist die Schadstoffbelastung abhängig von dem zu reinigenden Stoff. Das Grundmaterial selber wird nicht angegriffen. 

Sc
hmierige, klebrige Beläge werden in Folge der Abkühlung bis zur Kältestarre spröde und mittels der auftreffenden Partikel mechanisch abgesprengt. Hohe Luftgeschwindigkeiten vermischt mit Trockeneispartikeln erzeugen beim Reinigen Aerosole mit Pyrolyse- und Oxidationsprodukten. Haut, Schleimhaut, Atemtrakt und reguläre Arbeitsbekleidung müssen vor reizenden, toxischen und stark anhaftenden Aerosolen geschützt werden (P24 Trockeneisstrahlen – Ein neues Reinigungsverfahren mit Aerosolbildung).  


Dialognummer: 4600
Stand: 13.08.2012

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