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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Welche Maßnahmen sind bei Straßenbaumaßnahmen (Asphaltabfräsung) zu treffen, wenn teilweise PAK-Belastungen ermittelt wurden?

Frage:

Im Vorfeld von Straßenbauarbeiten wurden Messungen vorgenommen, welche eine PAK-Belastung an einem von sieben Probenentnahmepunkten von 1.200 mg/kg ergaben.
Welche Maßnahmen hinsichtlich der Mitarbeiter sind zu treffen, wenn der Asphalt abgefräßt wird bzw. abgefahren wird ?
Bei den anderen Messpunkten sind keine nennenswerten Belastungen (nicht nachweisbar bzw. 1-16 mg/kg PAK) festgestellt worden.
Muss für die gesamte Straßenbaumaßnahme gegebenenfalls ein Schwarz-Weiss-Bereich eingerichtet werden ?

Antwort :

Tätigkeiten, bei denen PAK freigesetzt werden (können), unterliegen grundsätzlich der Gefahrstoffverordnung. In diesem Zusammenhang ist auch bei Straßenbauarbeiten eine gefahrstoffrechtliche Gefährdungsbeurteilung für alle Arbeitsplätze der an der Baustelle beschäftigten Mitarbeiter unter Beteiligung der Fachkraft für Arbeitssicherheit sowie des Betriebsarztes zu erstellen und zu dokumentieren.

Es handelt sich hier offenbar zumindest in Teilen um ältere mit Teer- oder Teerölen gebundene Straßenbeläge. Für diese Tätigkeit können die Schutzmaßnahmen der TRGS 551 herangezogen werden. In Ziffer 5.2.4 dieser TRGS werden spezielle Maßnahmen beim Ausbau alter belasteter Straßenbeläge beschrieben:
- Aufnahme des Materials durch Kaltfräsen, Presslufthammer oder Bagger,
- Berieselung der Flächen oder des Aufbruchmaterials durch Wasser,
- Verwendung von Baumaschinen mit geschlossenen Bedienständen, die mit ausreichend gereinigter Luft versorgt werden.

Unter den hygienischen Gesichtspunkten sind Waschräume mit Duschen und die getrennte Aufbewahrung von Schutz- und Straßenkleidung erforderlich. Schwarz-Weiß Bereiche werden nach dieser TRGS nicht gefordert. Die Ausführungen in der TRGS über Grenz- oder Richtwerte sind allerdings nicht mehr anzuwenden, da mit der Neufassung der Gefahrstoffverordnung die entsprechenden TRK Werte entfallen sind (siehe auch Bekanntmachung des BMWA vom 31.12.2004, die im Internet z.B. von den Seiten der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin/BAuA abgerufen werden kann: www.baua.de)

 


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