Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Betriebliches Arbeitsschutzsystem > Arbeitsschutzorganisation, Arbeitsschutzmanagement > Arbeitsschutzmanagement
Stichworte: Wie lässt es sich erklären, dass trotz vieler Forschungsberichte die Effizienz des Arbeitsschutzes weiterhin mit der Unfallquote bestimmt wird?

Frage:

Wie lässt es sich erklären, dass trotz vieler Forschungsberichte (z.B. der BAuA) die Effizienz des Arbeitsschutzes weiterhin mit 1000-Mann-Quote bzw. Unfallraten (Ausfalltage bezogen auf 1 Million verfahrene Arbeitsstunden) bestimmt wird?
Was spricht gegen eine Beurteilung wie z.B. mit "Kennzahl AT30", "Kosten der ungestörten Arbeitsstunde"? Vor allen Dingen würde sich doch mit letzterem die Effizienz sinnvoller darstellen lassen.

Antwort :

Die Pflicht zur Erstellung von statistischen Auswertungen ergibt sich aus § 25 des SGB VII. Zur Beurteilung des durchschnittlichen Unfallrisikos werden die Arbeitsunfälle auf je 1.000 Vollbeschäftigte bezogen. Das Ergebnis dieser Rechnung wird als Unfallquote bezeichnet. Die Unfallquote liefert vergleichbare Angaben, unbeeinflusst von den Schwankungen der Beschäftigungszahlen innerhalb eines Gewerbezweiges (siehe auch die Informationen der DGUV).

Die von der Schweizerischen Unfallversicherungsanstalt (SUVA) entwickelte Kennzahl AT 30 dient dazu, durchgeführte Maßnahme hinsichtlich ihres Erfolges zu bewerten. Verringert sich z. B. die Anzahl der Ausfalltage, lässt das auf den Erfolg einer durchgeführten Maßnahme schließen, bleibt sie gleich, ist wahrscheinlich der falsche Weg beschritten worden.
Nähere Erläuterungen dazu sind in der Broschüre „Mit Sicherheit mehr Gewinn“ der BAuA angeboten, Internet: http://www.baua.de/de/Publikationen/Broschueren/A14.html .
In der Broschüre werden auch Erläuterungen zu „Kosten der ungestörten Arbeitsstunde“ gegeben.

Unfallquote, AT 30 und Kosten der ungestörten Arbeitsstunde werden für unterschiedliche Bewertungen der Unfall- und Gesundheitssituation im Arbeitsleben herangezogen. Für die Bewertung der Unfallhäufigkeit in einem Betrieb, Gewerbezweig oder in der Arbeitswelt ist die Unfallquote am aussagekräftigsten.
Für weitergehende Informationen zu den Bewertungsverfahren sollten entsprechende Fragestellungen direkt an die Unfallversicherungsträger 
www.dguv.de, die Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin www.baua.de oder das statistische Bundesamt www.destatis.de  gerichtet werden.  


Dialognummer: 4322
Stand: 21.08.2015

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.