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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Was versteht man unter einer allgemeinen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Beratung nach der Gefahrstoffverordnung?

Frage:

Was versteht man unter einer allgemeinen arbeitsmedizinisch-toxikologischen Beratung nach der Gefahrstoffverordnung? Wann soll der Betriebsarzt an dieser Beratung beteiligt werden?

Antwort :

 

 


 

Grundsätzlich darf die allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung nach der GefStoffV durch den Arbeitgeber oder von ihm hierzu beauftragten Personen durchgeführt werden. Hinweise zu Gesundheitsgefährdungen durch bestimmte Gefahrstoffe können beispielsweise den EG-Sicherheitsdatenblättern entnommen werden oder sind vom Hersteller zu erfragen.
Die allgemeine arbeitsmedizinisch-toxikologische Beratung soll jedoch immer dann unter Beteiligung des nach der GefStoffV beauftragten Arztes erfolgen, wenn arbeitsmedizinische Gründe dies erfordern. Sobald also arbeitsmedizinische Frage-stellungen auftreten, welche nicht durch die vorhandenen Kenntnisse des Beratenden abgedeckt sind, wird eine Beteiligung des beauftragten Arztes notwendig.

 

Nach § 14 Abs. 3 Gefahrstoffverordnung/GefStoffV muss der Arbeitgeber sicherstellen, dass alle Beschäftigten, die Tätigkeiten mit Gefahrstoffen durchführen, beraten werden. Diese Beratung soll auf die besonderen Gesundheitsgefährdungen bei Tätigkeiten mit bestimmten Gefahrstoffen hinweisen. Die Beschäftigten müssen über die Möglichkeit der Teilnahme an arbeitsmedizinischen Angebotsuntersuchungen nach der GefStoffV informiert werden. Diese Beratung soll im Rahmen der arbeitsplatzbezogenen Unterweisung vor Aufnahme der Beschäftigung und danach mindestens jährlich durchgeführt werden.


Dialognummer: 4162

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