Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Sicheres Verhalten / Erkennen von Gefährdungen > Gesundheits- und Pflegedienste
Stichworte: Durch welche Maßnahmen kann das Verletzungsrisiko des Personals beim Spritzen von HIV-Positiven Patienten minimiert werden?

Frage:

Beim Spritzen von Insulin schlägt ein Patient (HIV positv) mit seinem Arm gegen den Arm der Krankenschwester. Dabei verletzt sich die Krankenschwester mit der gebrauchten Nadel am Finger.
Durch welche zusätzlichen Maßnahmen können solche Nadelstichverletzungen, die aufgrund des Verhaltens eines Patienten geschehen, minimiert bzw. vermieden werden?

Antwort :

Wenn die Handlungsweisen des Patienten unerwartet sind, kann man sie nicht verhindern. Ist ein Patient als aggressiv bekannt, so ist es hilfreich zu zweit oder zu mehreren hinzugehen und vorbeugende Maßnahmen (Festhalten der Gliedmaßen) zu treffen. Die erforderliche Maßnahme lässt sich pauschal nicht von hier aus festlegen, da vor Ort in Kenntnis der Handlungsgewohnheiten des Patienten die Maßnahme festgelegt werden muss (z. B. wäre es übertrieben zu viert zu einer schwachen älteren Patientin zu gehen, während es beim aggressiven kräftigen jungen Mann vielleicht angebracht wäre).

Das Vorgehen nach Nadelstichverletzung sollte im Krankenhaus bzw. am Pflegeort dem behandelnden oder pflegenden Personal bekannt sein. So z. B. sollte bekannt sein, dass durch das gezielte Ausbluten lassen und das Desinfizieren der Wunde die Kontaminationswahrscheinlichkeit um 90% reduziert werden kann (siehe www.rki.de  -> Infektionskrankheiten A - Z -> HIV).
Zu HIV gibt es konkrete Vorgehensweisen zur Postexpositionsprophylaxe (PEP), die unter http://www.rki.de/cln_011/nn_334292/DE/Content/InfAZ/H/HIVAIDS/Prophylaxe/Leitlinien/deutsch__oest__empf__inhalt.html downgeloadet werden können.

Die Entscheidung, ob eine medikamentöse PEP durchgeführt werden soll, sollte innerhalb von 2 h getroffen werden und dann in die Hände eines erfahrenen Arztes (das ist zumeist eine Uniklinik) gelegt werden.

Stand: März 2006


Dialognummer: 4130

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.