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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Verkehrswege
Stichworte: Welche Steigung darf eine Rampe zu einem Podest maximal haben, die auch für den Lastentransport genutzt wird?

Frage:

Vor Härteöfen soll ein Podest in 1,5 m Höhe montiert werden. Der Zugang zu dem Podest soll über eine Rampe erfolgen.

Welche Steigung darf die Rampe maximal haben (Transport der Ware vom Boden auf das Podest im Einzelfall auch mit Sackkarren)?


Antwort :

In der Betriebssicherheitsverordnung-BetrSichV wird im Anhang I unter der Ziffer 2.15 aufgeführt, dass u. a. bei Instandsetzungs- und Wartungsarbeiten oder bei der Benutzung der Arbeitsmitteln (in diesem Fall der Härteofen) für die Beschäftigten ein sicherer Zugang zu den notwendigen Stellen vorhanden sein muss und das an diesen Stellen (z. B. Podesten) ein gefahrloser Aufenthalt möglich sein muss.

Solche Verkehrswege, einschließlich Treppen, fest angebrachte Steigleitern und Laderampen müssen gemäß der Arbeitsstättenverordnung-ArbStättV so angelegt und bemessen sein, dass sie je nach ihrem Bestimmungszweck leicht und sicher begangen oder befahren werden können und in der Nähe Beschäftigte nicht gefährdet werden (Ziffer 1.8 des Anhangs zur ArbStättV). Fußböden von Verkehrswegen müssen gegen Verrutschen gesichert, tragfähig, trittsicher und rutschhemmend sein (Ziffer 1.5 des Anhangs zur ArbStättV).

Die ASR 17/1,2 "Verkehrswege" konkretisiert die Anforderungen der ArbStättV. Gemäß Ziffer 3.2.2 ASR 17,1,2 sollen Rampen im Regelfall die Neigung 1:12,5 (8 %) aufweisen; eine Neigung von 1:8 (12,5 %) sollte nicht überschritten werden. Hinzu kommen noch die Anforderungen an eine ausreichenden Breite, Rutschsicherheit und ein notwendiges Geländer.

Für Laufstege werden auch größere Neigungen genannt (siehe Abb. 38 (Seite 67) der BGI 869); diese Laufstege sind aber für den Transport von Lasten nicht vorgesehen.

Unter Abwägung der Größe der Rampe, die in ihrem Fall bei einer Höhe von 1,5 m eine gestreckte Länge von 18,8 m im Regelfall und 12 m bei max. Steigung aufweist und der nicht ergonomischen Lastenhandhabung mit Sackkarre empfehlen wir eine Neugestaltung des Ofenzugangs. Eine günstige und sinnvolle Alternative wäre z.B. die Ausrüstung des Maschinenpodestes mit einem normalen Treppenzugang. Gleichzeitig könnte zur Anhebung von Lasten ein Gelenkarm (sog. Galgen) mit Hebezug und entsprechendem Transportmittel vorgesehen werden, so dass die Beschäftigten die Ware von dem Transportmittel im optimalen Fall in den Ofen schieben können. Ein Transportieren und Anheben einer Last ist auch mit einem Hubwagen möglich. Alternativ bietet sich evtl. ein Treppensteiger an, mit dem die Last über die Treppe bewegt werden kann. Für einfachere, leichtere Werkstücke, die in einer Hand gehalten werden können, ist ein Treppenzugang mit Geländer hinreichend.

Beispiele und Gefährdungsfaktoren zum Transportieren finden sie auch in der BGI 582.

Im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung sollte dies zusammen mit den Beschäftigten, der Sicherheitsfachkraft und dem Betriebsarzt erörtert, beurteilt und entsprechende Maßnahmen festgelegt werden. 




Dialognummer: 4127
Stand: 15.02.2006

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