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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Ionisierende Strahlung > Röntgeneinrichtungen, Störstrahler
Stichworte: Müssen im Sinne der neuen Röntgenverordnung immer noch dosisrelevante Daten dokumentiert werden?

Frage:

Betr.: Durchführung der Röntgenverordnung.
Müssen im Sinne der neuen Röntgenverordnung immer noch dosisrelevante Daten wie kV, mAs, Kassettengröße neben dem Flächendosisprodukt dokumentiert werden?

Antwort :

Die Röntgenverordnung erfordert die Erstellung von Aufzeichnungen aufgrund mehrerer Vorschriften. Z.B. besteht nach § 28 Röntgenverordnung - RöV eine Aufzeichnungspflicht für jede Anwendung von Röntgenstrahlen am Menschen. Diese sind bei Therapie 30 Jahre, bei Diagnostik 10 Jahre aufzubewahren.

Nach Richtlinie 97/43 EURATOM muss die applizierte Dosis erfasst und entsprechend § 28 i.V.m. § 3 Abs. 3 Buchstabe b RöV dokumentiert werden.
In den Fällen, in denen Röntgeneinrichtungen noch nicht über eine Möglichkeit der Dosiserfassung verfügen, müssen Angaben in den Aufzeichnungen enthalten sein, aus denen die Dosis ermittelt werden kann (§ 28 Abs. 1 Nr 6 RöV). Hierzu zählen dann die in der Frage beschriebenen dosisrelevanten Daten.

Neben diesen Angaben sind in § 28 Abs. 1 Satz 2 RöV weitere Festlegungen zum Inhalt der anzufertigenden Aufzeichnungen zu finden. Welche Angaben zur Erfüllung der Aufzeichnungspflicht nach § 28 RöV insgesamt erforderlich sind, ist Gegenstand der „Empfehlungen über Aufzeichnungen nach § 28 der Röntgenverordnung“ - auch bekannt als Regelwerk „Rw 16“ (Schriftenreihe der BAuA). Diese Empfehlungen befinden sich zurzeit in der Überarbeitung und Anpassung an die neue Röntgenverordnung.


Zudem benötigen die ärztlichen Stellen, die nach den Vorschriften des § 17a RöV von der zuständigen Behörde „zur Qualitätssicherung der Anwendung von Röntgenstrahlung am Menschen bestimmt...“ worden sind, die ...“zur Erfüllung ihrer Aufgaben...“ erforderlichen Unterlagen und Angaben (in diesem Zusammenhang z.B. wichtig: dosisrelevante Angaben pro Ebene bzw. pro Aufnahme und nicht pro Untersuchung).
 


Dialognummer: 3938

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