Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Entgeltzahlung
Stichworte: Wer kommt bei einem Beschäftigungsverbot im Rahmen eines geringfügigen Beschäftigungsverhältnisses für den Lohnausfall auf?

Frage:

Beschäftigungsverbot bei Schwangerschaft im geringfügigen Beschäftigungsverhältnis.
Ich bin als Studentin auf Basis einer geringfügigen Beschäftigung (400 Euro Basis) in einem ambulanten Pflegedienst tätig und im 5. Monat schwanger. Mein Arzt möchte mir jetzt ein Beschäftigungsverbot erteilen, wer kommt dann für meinen Lohnausfall auf?

Antwort :

Die rechtlichen Bestimmungen zum Mutterschutz (Mutterschutzgesetz-MuSchG) und zur Elternzeit (Bundeserziehungsgeldgesetz-BerzGG) gelten auch im geringfügigen Beschäftigungsverhältnis.
 
Werdende Mütter, die aufgrund eines Beschäftigungsverbots ganz oder teilweise mit der Arbeit aussetzen müssen, dürfen hierdurch keine finanziellen Nachteile haben. Sie haben weiterhin Anspruch auf ihren bisherigen Durchschnittsverdienst, der vom Arbeitgeber zu zahlen ist. Bemessungsgrundlage für den Durchschnittsverdienst sind die letzten drei Monate/dreizehn Wochen vor Eintritt der Schwangerschaft.
 
Seit dem 01.01.2006 nehmen alle Arbeitgeber, unabhängig von der Beschäftigtenzahl, am der Umlage U2 teil. Durch dieses Ausgleichsverfahren werden dem Arbeitgeber auf Antrag die Aufwendungen, die er bei Schwangerschaft und Mutterschaft einer Beschäftigten zu tragen hat, erstattet. Dies sind die Lohnkosten während eines Beschäftigungsverbots und der Zuschuss zum Mutterschaftsgeld während der Schutzfristen.
 
Die Erstattung der Arbeitgeberaufwendungen erhält der Arbeitgeber von der Krankenkasse, bei der seine Beschäftigte versichert ist. Die Aufwendungen für Frauen, die im geringfügigen Beschäftigungsverhältnis stehen, erstattet die Bundesknappschaft in Essen.
 
Arbeitnehmerinnen mit geringfügigem Verdienst haben ebenfalls Anspruch auf Mutterschaftsgeld in Höhe von max. 210 €. Auskünfte erteilt das
 
Bundesversicherungsamt
Mutterschaftsgeldstelle
Friedrich-Ebert-Allee 38
53113 Bonn
 
Telefon: (0228) 619-1888
 
Internet: http://www.bundesversicherungsamt.de , Suchwort "Mutterschaftsgeld"
 
 
Hinweis:
 
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend hat zum Thema Mutterschutz einen Leitfaden herausgegeben. 



Dialognummer: 3921
Stand: 06.02.2014

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.