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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Technische Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Körperduschen bei Reinigungsarbeiten von Tankcontainern

Frage:

In einer Brauerei wird für Reinigungsstoffe (Xn, C) in bis zu 1000 l großen Tankcontainern ein Lager betrieben (insgesamt 20-40 Container). Es wird mittels Gabelstapler ein- und ausgelagert, wobei dort kein Umfüllen bzw. Abfüllen erfolgt.
Ist für die Beschäftigten eine Körperdusche vorzusehen ?

Antwort :

Geänderte Antwort in kursiv:

In Laboratorien ist die Installation einer mit Wasser - möglichst von Trinkwasserqualität -
gespeisten Körperdusche vorgeschrieben. In der Nähe der Körperdusche muss eine mit Trinkwasser gespeiste Augendusche installiert sein (Technische Regeln für Gefahrstoffe "Laboratorien", - TRGS 526 ) Internet: http://www.baua.de/prax/index.htm.

Bei Tätigkeiten mit gesundheitsschädlichen und ätzenden Stoffen kann es zu unbeabsichtigten Stoffaustritten mit einer Kontamination von Beschäftigten  kommen .Da bei derartigen Unfällen die ersten Minuten entscheidend sind, inwieweit eine gesundheitliche Schädigung der Beschäftigten eintritt, sind Einrichtungen zur Ersten Hilfe notwendig. Insbesondere bei ätzenden Stoffen können durch Augen- und Körperduschen Schädigungen der Gesundheit effektiv minimiert werden.
Die Notwendigkeit ist im Rahmen einer Gefährdungsbeurteilung nach § 7 Gefahrstoff-verordnung zu ermitteln. Dieses ist Pflicht des Arbeitgebers auch unter Beachtung des § 13
Gefahrstoffverordnung. Hier wird u. a. die Bereitstellung geeigneter Erste Hilfe Einrichtungengefordert. Hiezu gehören u. a. Augen- und Körperduschen.

Weitere Informationen zur Ersten Hilfe können entnommen werden: BGI 509 Erste Hilfe im Betrieb, Hauptverband der gewerblichen Berufsgenossenschaften.

Hinweis:

BAuA / Praxis / Gefahrstoffe /
Bekanntmachung des BMWA vom 31. Dezember 2004 - IIIb3-35122 zur Anwendung der TRGS vor dem Hintergrund der neuen Gefahrstoffverordnung

Die neue Gefahrstoffverordnung ist am 1.1.2005 in Kraft getreten. Es wird darauf hingewiesen, dass die Verordnung keine Übergangsbestimmungen für das technische Regelwerk (TRGS) enthält, da diesem nach § 8 Abs. 1 der Verordnung zukünftig eine andere rechtliche Bedeutung zukommt. Der neu zu berufende Ausschuss für Gefahrstoffe hat die Aufgabe festzustellen, welche der bisherigen TRGS - ggf. nach redaktioneller Anpassung - auch nach der neuen Verordnung weitergelten können und welche einer inhaltlichen Überarbeitung bedürfen. Die bisherigen technischen Regeln können jedoch auch künftig als Auslegungs- und Anwendungshilfe für die neue Verordnung herangezogen werden. Dabei ist jedoch zu beachten, dass die noch nicht überarbeiteten Technischen Regeln nicht im Widerspruch zu der neuen Verordnung stehen dürfen. Dies ist beispielsweise bei den bisherigen Festlegungen zur Auslöseschwelle oder zu den TRK-Werten gegeben. In solchen Fällen sind die entsprechenden Festlegungen im technischen Regelwerk als gegenstandslos zu betrachten.

 

updated 03.01.05

BAuA Homepage.


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