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Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Gefährdungen für werdende / stillende Mütter
Stichworte: Mutterschutz - Zahnarzthelferin

Frage:

Welche Tätigkeiten darf eine schwangere Zahnartzhelferin in der Praxis ausüben?

Antwort :

Nach § 2 Mutterschutzgesetz (MuSchG) ist der Arbeitgeber verpflichtet nach der Bekanntgabe einer Schwangerschaft unverzüglich eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen. Um einen sicheren und schwangerschaftsgerechten Arbeitsplatz einrichten zu können, sollte man die Gefährdungen personen- und tätigkeitsbezogen ermitteln. Falls sich aus dieser Beurteilung Gefahren für die schwangere und stillende Arbeitnehmerin und ihr Kind ergeben (für eine Zahnartzhelferin besteht z.B. eine erhöhte Infektionsgefahr), ist nach § 3 Mutterschutzrichtlinienverordnung (MuSchRiV) zu handeln.  
Erfahrungsgemäß sind schwangere Zahnarzthelferinnen vielfältigen gesundheitlichen Risiken ausgesetzt, insbesondere bei der Assistenz am Behandlungsstuhl. Deswegen darf eine werdende Mutter in einer Zahnarztpraxis vielfach nur mit organisatorischen, administrativen und/oder Überwachungstätigkeiten beschäftigt werden. Nähere Informationen dazu bieten die Dialoge 3089 und 2466 der KomNet-Datenbank.
Die Reihenfolge der zu ergreifenden Schutzmaßnahmen (nach § 3 MuSchRiV) sind zu beachten. Die Einsatzmöglichkeiten schwangerer oder stillender Arbeitnehmerinnen ergeben sich aus dieser Gefährdungsbeurteilung unter Berücksichtigung der generellen Beschäftigungsverbote. Die generellen Beschäftigungsverbote sind im § 4 Abs. 1 und Abs. 2 MuSchG konkretisiert. So dürfen z.B. schwangere oder stillende Arbeitnehmerinnen keine schweren Lasten heben und tragen (mehr als 5 kg regelmäßig oder 10 kg gelegentlich per Hand) oder mit solchen Stoffen, Zubereitungen oder Erzeugnissen, die ihrer Art nach Krankheitserreger übertragen können.
Weitere Informationen sind im Arbeitsschutzportal NRW unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/index.php erhältlich.
Ein Faltblatt zum Mutterschutz in Zahnarztpraxen ist direkt unter http://www.arbeitsschutz.nrw.de/Themenfelder/mutterschutz/praxishilfen/index.php erhältlich.  

Stand: August 2006

 

 


Dialognummer: 379

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