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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Nichtionisierende Strahlung > elektromagnetische Strahlung / Felder
Stichworte: Muss für eine horizontale Vernetzungsanlage eine EMS-Messung durchgeführt werden; welche Vorschriften bestehen?

Frage:

Wann müssen EMS-Messungen durchgeführt werden? Wir sind ein Hersteller von Hochspannungskabel und hier handelt es sich um eine horizontale Vernetzungsanlage. Das heißt, dass Kunststoffkabel geht durch eine Rohrstrecke von etwa 18 m Länge, die eine Temperatur von etwa 250° Celsius hat, erzeugt durch Gleichstrom und übertragen durch 3 Kollektoren. Jedenfalls merke ich, dass die Rohre leicht magnetisch sind, wenn die Anlage in Betrieb ist. Der Arbeitgeber verneint eine Messung. Was kann ich tun und welche Vorschriften gibt es hier?

Antwort :

Die einschlägige Vorschrift ist die BGV B 11 iVm. der BGR B11 "Elektromagnetische Felder". Hier sind zulässige Werte für Anlagen mit magnetischen oder elektrischen Feldern festgelegt. Um die bei der Anlage erzeugten Gefährdungen zu ermitteln, können Berechnungen oder Messungen durchgeführt werden. Wichtig sind dabei die Prozessbedinungen der Anlage. Besondere Gefährdungen können für Personen mit Körperhilfen (z.B. mit Herzschrittmachern) auftreten.


 


Als erste Ansprechpartner im Betrieb stehen in der Regel die Fachkraft für Arbeitssicherheit, der Betriebsarzt oder die Personalvertretung (Betriebsrat) zur Verfügung. Das Arbeitsschutzgesetz verlangt vom Arbeitgeber eine Gefährdungsbeurteilung. Er muss dabei beurteilen, ob die zulässigen Werte eingehalten sind. Falls Ihr Arbeitgeber eine solche Gefährdungsbeurteilung nicht durchgeführt hat, können Sie sich an Ihre zuständige Arbeitsschutzbehörde (www.arbeitsschutz.nrw.de) oder Ihre Berufsgenossenschaft (www.berufsgenossenschaften.de) wenden.


Stand: Dezember 2005


 


Weitere Informationen zu elektromagnetischen Feldern und Ansprechpartner für Messungen bietet das Bundesamt für Strahlenschutz unter http://www.bfs.de/elektro/faq/faq_emf.html an. 


Dialognummer: 3749

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