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Stichworte: Welche Restriktionen müssen inländische Begaser bei der Verwendung von Brommethan seit dem 31.12.2004 beachten?

Frage:

Welche Restriktionen müssen inländische Begaser bei der Verwendung von Brommethan seit dem 31.12.2004 beachten? In welchen Fällen können sie auf der Anwendung beharren (trotz Herstellung- u. Anwendungsverbot wird geltend gemacht, Importländer bestünden darauf). Ist Brommethan Nachweis im Container zuverlässig möglich und als Stand der Technik anzusehen ?

Antwort :

Nach Auskunft des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) schädigt Brommethan die Ozonschicht. Deshalb ist es zur Zeit nicht möglich, für Brommethan eine Ausnahmegenehmigung für Begasungen zu bekommen.

Die Rechtslage stellt sich zur Zeit wie folgt dar:

- Die Verwendung von Brommethan im Pflanzenschutz ist verboten. Es gibt zur Zeit kein brommethanhaltiges Mittel, daß über eine Zulassung verfügt. Früher vorhandene Zulassungen sind im Jahr 2002 ausgelaufen. Die Übergangsfrist für den Abverkauf der Lagerbestände endete am 31.12.2004.

- Eine Begasung nach Gefahrstoffverordnung, Anhang III Nr. 5 „Begasungen“ kommt nicht mehr in Betracht, weil hierfür brommethanhaltige Mittel nicht mehr zugelassen sind.

- Eine Verwendung als Biozid ist nach Biozidrichtlinie noch bis zum 01. September 2006 möglich.

Empfänger von Exportcontainern erwarten bei Verpackungsholz eine Schädlingsfreiheit gemäß dem Internationalen Standard für Pflanzengesundheitliche Maßnahmen (Leitlinie Verpackungsholz gem. ISPM 15). Die Behandlung mit Brommethan ist dabei nicht zwingend vorgegeben. Es gibt alternative Verfahren, wie z.B. die Hitzebehandlung des Verpackungsmaterials.

Der "Ersatzstoff" Sulfuryldifluorid wird im Ausland bereits angewendet, in Deutschland bisher nur für Leerspeicher und für Trockenobst zugelassen.

Der Nachweis von Brommethan in Containern ist nach dem Stand der Technik möglich, erfordert jedoch insbesondere hinsichtlich der Gefahren aus nachgasenden Gütern und Messungen bei niedrigen Temperaturen spezielle Kenntnisse.

Geeignete Firmen finden Sie
- in den lokalen "Gelben Seiten" unter dem Suchbegriff "Schädlingsbekämpfung". Sie erhalten dort eine große Anzahl von Treffern, wobei die auf diese Weise aufgefundenen Firmen nicht alle für die Durchführung von Begasungen und damit auch für Freigabebescheinigungen hinsichtlich der zu erwartenden Begasungsmittel qualifiziert sind.

- durch Abfrage beim Deutscher Schädlingsbekämpfer Verband, Tel.:0201-821850. Dort sind ca. 300 Firmen organisiert, die ca. 70% des Marktes abdecken.

Stand: 04.05.2005


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