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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Prüfungen (1.13) > Prüfpflichtige Arbeitsmittel und Einrichtungen
Stichworte: Ist nach der Instandhaltung eines Teils, von dem der Explosionsschutz einer überwachungsbedürftigen Anlage abhängt vor Inbetriebnahmen zu prüfen?

Frage:

Im § 14, Abs. 6, der Betriebssicherheitsverordnung, wird gesagt, dass nach der Instandhaltung eines Teils, von dem der Explosionsschutz einer überwachungsbedürftigen Anlage abhängt, die Anlage erst wieder in Betrieb genommen werden darf, nachdem eine zugelassene Überwachungsstelle oder eine befähigte Person festgestellt hat, dass diese den Anforderungen der Richtlinie entspricht.
Ist diese Prüfung auch notwendig, wenn komplette Bauteile (z.B. ex-geschützte Motoren) einer Anlage durch neue ersetzt werden, denen von Hersteller der Ex-Schutz bescheinigt wird? Dies ist ja eigentlich keine Instandhaltung.

Antwort :

Grundsätzlich ist eine ähnliche Frage in den verbindlichen Leitlinien - E 14.1 - zur Betriebssicherheitsverordnung des Länderausschusses für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik - LASI behandelt worden.

Die Prüfung nach Instandsetzung (Instandsetzung eines Teils von dem der Explosionsschutz abhängig ist) eines Gerätes, Schutzsystems oder Sicherheits-, Kontroll- oder Regelvorrichtung erfolgt durch zugelassene Überwachungsstellen oder durch behördlich anerkannte befähigte Personen. Ausnahme ist, wenn der Hersteller dies prüft und bestätigt  (§ 14 Abs. 6 BetrSichV) Analog § 9 ElexV (alt)).

Beispiel:

Hiervon unberücksichtigt bleiben Wartungsarbeiten und Arbeiten, bei denen geschlossene Baugruppen ausgetauscht werden, d.h. der Explosionsschutz des Bauteils nicht verändert wird.

Sofern das Gehäuse des Motors nicht geöffnet wird, ist der Explosionsschutz nicht aufgehoben. Grundsätzlich müssen sich solche Hinweise auch in der Bedienungs- und Installationsanweisung des Gerätes wiederfinden. Im Zweifelsfall muss mit dem Hersteller des Gerätes die Frage geklärt werden.


Dialognummer: 3485

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