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Nutzerpfad: Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen > Sicheres Verhalten / Erkennen von Gefährdungen > Hafen und Schifffahrt
Stichworte: Welche Vorschriften kommen bei Arbeiten von einem Ruderboot aus zum Tragen? Dürfen Nichtschwimmer eingesetzt werden?

Frage:

Welche Vorschriften kommen bei Arbeiten von einem Ruderboot aus zum Tragen?
Dürfen Nichtschwimmer eingesetzt werden?

Antwort :

Anzuwenden ist hier das Arbeitsschutzgesetz mit der Arbeitsstättenverordnung. Neben den staatlichen Vorschriften gibt es das Regelwerk der Berufsgenossenschaften.
Eine sehr gute Hilfestellung mit Fragen der Gefährdungsermittlung und -beurteilung und den daraus abgeleiteten Schutzmaßnahmen gibt die Berufsgenossenschaftliche Regel - BGR 201 (bisher ZH 1/712) "Regeln für den Einsatz von persönlichen Schutzausrüstungen gegen Ertrinken".
Die BGV C22 (Bauarbeiten) beschreibt in § 9 die Anforderungen, die an Arbeitsplätze am, auf und über dem Wasser zu erfüllen sind. Hier ist insbesondere die Forderung nach geeigneten Rettungsmittel definiert.
Auf der Seite der Binnenschifffahrts-BG (heute Teil der BGF, BG für Fahrzeughaltungen) sind einige Informationen zu den Regelwerken und eine Broschüre zur Auswahl und Benutzung geeigneter Persönlicher Schutzauzsrüstung (PSA) zu finden: http://www.bg-verkehr.de --> Service --> Downloads.
Umfangreiche Informationen über die Bereitstellung und die Benutzung von Rettungswesten gibt das Merkblatt (PDF) unter folgender Internetadresse:
http://www.hamburg.de/contentblob/121042/data/m14-pdf.pdf .
Prinzipell kann auch ein Nichtschwimmer mit einer geeigneten Rettungsweste - der die erforderlichen Einweisung und Unterweisung erhalten hat, sowie die nötige Übung aufweist - Arbeiten in einem Ruderboot durchführen. Auch für Schwimmer besteht bei einem Absturz ins Wasser die Gefahr des Ertrinkens z.B. durch Ohnmacht oder zusätzlicher Verletzung, die das Schwimmen unmöglich macht. Es sind dabei eine Reihe von Randbedingungen zu klären, wie z.B. die anschließende Bergung des Verunfallten (Zweiter Mann) oder das Tragen erforderlicher Kälteschutzkleidung, die von hier aus nicht geklärt werden können.
Diese Fragen müssen im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung nach § 5 Arbeitsschutzgesetz durch den Arbeitgeber mit Beteiligung der Fachkraft für Arbeitssicherheit, des Betriebsarztes, dem Betriebsrat und den betroffenen Mitarbeiter erörtert und geklärt werden.
Relevante Vorschriften erhalten sie unter .
http://publikationen.dguv.de  abgerufen werden.  www.arbeitsschutz.nrw.deVorschriften der Berufsgenossenschaften können über die Datenbank:


Dialognummer: 3450
Stand: 19.05.2009

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