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Nutzerpfad: Besondere Zielgruppen > Werdende und stillende Mütter > Gefährdungen für werdende / stillende Mütter
Stichworte: Grippeschutzimpfung bei schwangeren Mitarbeiterinnen

Frage:

Wir bieten traditionell Grippeschutzimpfungen für unsere Mitarbeiter an. Was ist bei schwangeren Beschäftigten zu beachten, lieber keine Teilnahme an der Impfung?

Antwort :

Zur Influenza-Impfung in der Schwangerschaft wird seitens der Impfstoffhersteller darauf verwiesen, dass gezielte Studien dazu fehlen, Schäden aber nicht bekannt sind; eine Impfung wird unter Risiko-Abwägung empfohlen. Im Falle einer Impfindikation in Form eines individuell erhöhten Erkrankungsrisikos sollte - bevorzugt im zweiten Drittel der Schwangerschaft - zur Impfung geraten werden. Bei einer drohenden Epidemie ist zusätzlich zu bedenken, dass Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und Stillperiode mit einer erhöhten gesundheitlichen Belastung verbunden sind, die eine Influenzavirus-Infektion besonders gefährlich werden lassen können.

http://www.frauenaerzte-im-netz.de/de_impfungen-bei-kinderwunsch_122.html

http://www.medizin.de/ratgeber/schwangerschaft-impfungen.html

 

Mit einem Totimpfstoff - zum Beispiel gegen Tetanus, Grippe und Hepatitis A oder B - dürfen Schwangere geimpft werden. Im ersten Drittel der Schwangerschaft sollten allerdings nur wirklich dringend nötige Impfungen durchgeführt werden. Anders sieht es bei Impfungen mit einem Lebendimpfstoff, etwa gegen Röteln oder Windpocken, aus: Sie dürfen in der Schwangerschaft nicht erfolgen, da sie das Ungeborene schädigen können. Eine stillende Frau darf grundsätzlich sowohl mit Tot- als auch mit Lebendimpfstoffen geimpft werden.

Zusammenfassung: Schwangerschaft ist keine Kontraindikation für eine Grippeschutzimpfung. Im ersten Drittel der Schwangerschaft ist Vorsicht geboten. Hier ist eine Abwägung zwichen der Höhe des Infektionsrisikos und einem möglichen Impfrisiko erforderlich. Mögliches Impfrisiko deshalb, weil es keine gezielten Studien über Risiken einer Grippeschutzimpfung in der Schwangerschaft gibt.

Im Einzelfall ist es sinnvoll, mit dem Hausarzt über die Impfung zu sprechen und Rat bei der Ständigen Impfkommission (STIKO) beim Robert-Koch-Institut einholen:

Kontakt

Postanschrift
Robert Koch-Institut
Postfach 65 02 61
D-13302 Berlin

Stand: August 2005


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