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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Zulässige Belastungen > Grenzwerte
Stichworte: Wie wird der `15-Minuten-Mittelwert` nach TRGS 402 berechnet?

Frage:

Beim Umgang mit Wasserstoffperoxid (H2O2) stellen wir Grenzwertüberschreitungen fest. Die Spitzenbegrenzungskategorie liegt bei 1. Uneinigkeit herrscht bei uns über den 15-Minuten Mittelwert in der TRGS 402: Darf über die 15 min. gemittelt werden oder darf auch während der 15 min. der AGW/MAK nicht überschritten werden?

Antwort :

Die Anwendung des Überschreitungsfaktors 1 ist in der TRGS 900 Ziffer 2.3 Abs. 2 Nummer 1 erklärt. Danach erhalten z.B. lokal reizende Stoffe wie H2O2 den Überschreitungsfaktor 1, wenn die Konzentration zu keinem Zeitpunkt höher sein soll als die Grenzwertkonzentration. "Zu keinem Zeitpunkt" heißt dann auch, dass während der Bestimmung des 15-Minuten-Mittelwerts der Grenzwert nie überschritten wird.
Die betriebliche Überwachung soll durch eine messtechnische Mittelwertbildung über 15 Minuten erfolgen, z.B. durch eine 15 minütige Probenahme. Bei Einhaltung des 15 Minuten-Grenzwerts ist zusätzlich darzulegen, aus welchen technologischen oder organisatorischen Gründen davon ausgegangen werden kann, dass die Grenzwertkonzentration zu keinem Zeitpunkt überschritten wird.

Wenn man also davon ausgeht, dass 15 Minuten eine Probe z.B. mit einem Röhrchen gesammelt wird, dann erfolgt zwangsläufig eine Mittelwertbildung über 15 Minuten. Dieser so erhaltene Wert darf den Grenzwert nicht überschreiten. Die 15 Minuten erklären sich daher, dass noch kürzere Probennahmen zu solch großen Messfehlern führen, dass keine sichere Aussage mehr möglich ist. Der Überschreitungsfaktor 1 stellt aber sicher, dass es zu keinen beliebig hohen Konzentrationsanstiegen innerhalb der 15 Minuten kommen kann. Eine sehr hohe Konzentrationsspitze würde nicht innerhalb von kurzer Zeit verschwinden und durch entsprechend niedrige Konzentrationen innerhalb der 15 Minuten kompensiert werden können.

Stand: 29.03.2005

Dialognummer: 3087

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