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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Lärm > Gefährdungen, Belastungen (7.3.2)
Stichworte: Welche gesundheitlichen Gefährdungen ergeben sich durch Schwingungen und Lärm von bis zu 100 db(A) im tieffrequenten Bereich von 25 bis 60 Hz?

Frage:

Welche gesundheitlichen Gefährdungen ergeben sich durch Schwingungen und Lärm von bis zu 100 db(A) im tieffrequenten Bereich von 25 bis 60 Hz bei einer Gleitschliff-Anlage?
Welche Maßnahmen zum Schutz der Beschäftigten sind zu ergreifen?
Die Tätigkeitsdauer beträgt teilweise bis zu 8 Stunden!
Die Mitarbeiter klagen über Kopfschmerzen, Nervosität, Unwohlsein und Gleichgewichtsstörungen.

Antwort :

Im tiefen Frequenzbereich dominieren die sog. extraauralen Lärmwirkungen. Dies sind Reaktionen des vegetativen Nervensystems durch eine Reizung des Innenohres, speziell des Gleichgewichtsorgans. Wissenschaftliche Untersuchungen belegen folgende Auswirkungen: Ermüdung, Konzentrationsstörungen, Abnahme der (psychophysischen) Leistungsfähigkeit; subjektiv besonders Benommenheit, Schwingungsgefühl. Die Klagen der Mitarbeiter sind also durchaus nachvollziehbar. Wie immer ist die beste Präventionsmaßnahme (nach der Vermeidung der Belastung) eine technische, also personenunabhängige Expositionsminderung. Da im tiefen Frequenzbereich die Körperschallübertragung im Vordergrund steht, sollten die Expositionsquellen (Maschinen) auf speziellen Fundamenten zur Reduktion der Schwingungsübertragung aufgestellt werden. Als persönlicher Schallschutz (für die luftübertragenen Anteile) sind Gehörgangsstöpsel in aller Regel den Kapselgehörschützern (Tiefpass) überlegen und deshalb zu empfehlen.


Dialognummer: 3070
Stand: 01.03.2005

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