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Stichworte: Handelt es sich bei großtechnischen Holzschädlingsbekämpfungsmaßnahmen an überwiegend historischen Gebäuden (Schlösser, Kirchen, Museen) um Baustellen?

Frage:

Wir führen großtechnischE Holzschädlingsbekämpfungsmaßnahmen an überwiegend historischen Gebäuden durch (Schlösser, Kirchen, Museen). Die Maßnahmen sind in der Regel innerhalb weniger Tage abgeschlossen. An der Bausubstanz wird nichts verändert. Handelt es sich dabei um "Baustellen" und müssen ortsveränderliche elektrische Betriebsmittel der Kategorie K1 oder K2 (BGI 600) verwendet werden? Beinhaltet der Begriff "Leitung" in der BGI 600 auch die Anschlussleitungen der ortsveränderlichen Betriebsmittel? Sind Leitungsroller und Verlängerungsleitungen mit H05RN-F im "K1-Bereich" zulässig?

Antwort :

Obwohl es sich bei den Schädlingsbekämpfungsmaßnahmen in vielen Fällen NICHT um eine Baustelle im Sinne der Baustellenverordnung handelt (bauliche Anlage wird weder errichtet, geändert noch abgebrochen), so handelt es sich dennoch um Bauarbeiten im Sinne der Unfallverhütungsvorschrift BGV C 22 "Bauarbeiten". Nach § 2 dieser Vorschrift sind auch Arbeiten zur Instandhaltung einer baulichen Anlage Bauarbeiten. Dementsprechend müssen die elektrischen Betriebsmittel gemäß BGI 600 für die Kategorie K2 ausgewählt werden. Bewegliche elektrische Leitungen ("Verlängerungsleitungen") müssen als Gummischlauchleitung H07RN-F ausgeführt sein. Die Anschlussleitungen von handgeführten Elektrowerkzeugen (ortsveränderliche Betriebsmittel) bis 4 m Länge sind auch in der Ausführung H05RN-F zulässig. Auf Ziffer 4 des Anhangs III der Gefahrstoffverordnung vom 23.12.2004 -Besondere Vorschriften für bestimmte Gefahrstoffe und Tätigkeiten, Schädlingsbekämpfung-, weisen wir hin. Stand: 02.02.2005

Dialognummer: 2980

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