Wissensdatenbank


Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Gefährdungen > Gefährdungen durch bestimmte Stoffe / Zubereitungen
Stichworte: Was ist beim Umgang mit Bleiloten zu beachten?

Frage:

Welcher Arbeitsschutzzusammenhang ist mit der Richtlinie 2002/95/EG "Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe in Elektro-u. Elektronikgeräten" zum Thema Blei-Lote und menschliche Gesundheit zusehen. Wo kann man erfahren welche Arten von Bleilote mit welchen Zusammensetzungen es auf dem Markt gibt (chemische u. physikalische Kenndaten?

Antwort :

Zu Frage 1: Ein wesentlicher Grund im Rahmen der Richtlinie 2002/95/EG die Verwendung von Blei in Elektro- und Elektronikgeräten zu beschränken ist der Arbeitsschutz. Bleiverbindungen wirken beim Menschen fruchtschädigend(entwicklungsschädigend)und beeinträchtigen möglicherweise die Fortpflanzungsfähigkeit des Menschen. Auch bei Einhaltung des Luftgrenzwertes (MAK 0,1 mg/m3) kann eine Fruchtschädigung bei Exposition Schwangerer nicht ausgeschlossen werden. Bleiverbindungen können sich im Körper anreichern und dadurch in besonderer Weise auf ihn einwirken. Sie können durch Einnahme, Inhalation oder Hautresorption in den Körper gelangen. In der Vergangenheit ist die Exposition gegenüber Blei insbesondere im Bereich des Elektronikschrottrecyclings recht ausführlich untersucht worden. Dabei wurden in Shredder-Arbeitsbereichen häufig Grenzwertüberschreitungen festgestellt. Eine ausführliche Darstellung und Diskussion dieser Ergebnisse findet sich in: [1] Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) LASI-Veröffentlichung - LV27 Manuelle Zerlegung von Bildschirm- und anderen Elektrogeräten Verfahrens- und stoffspezifische Kriterien (VSK) für die Arbeitsbreichüberwachung einschließlich Empfehlungen zur Minimisierung der Belastung durch Gefahrstoffe (LASI/ALMA-Empfehlungen) [2] M. Hanke, Ch. Ihrig, D.F. Ihrig, Stoffbelastungen beim Elektronikschrott-Recycling, Schriftenreihe der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin, GA56, Dortmund/Berlin 2001


Zu Frage 2: Blei-Zinn und Zinn-Blei-Weichlote sind nach DIN EN 29 453 und E DIN 1707 genormt. Die DIN-Vorschriften enthalten eine Auflistung der marktüblichen Lote sowie unter anderem Angaben zur Verwendung und Zusammensetzung sowie zur Schmelztemperatur.


Stand: 21.11.2004


Dialognummer: 2928

Ihre Zufriedenheit ist uns wichtig...

Sie helfen uns mit Ihrer Bewertung, die Qualität von KomNet stetig zu verbessern. Vielen Dank!

Die Beantwortung finde ich...
sehr hilfreich
hilfreich
nicht hilfreich
falsch (Bitte erläutern und ggf. E-Mail-Adresse angeben, wenn wir mit Ihnen in Kontakt treten sollen)

Bitte teilen Sie uns hier Ihre Anmerkungen oder Anregungen zu diesem Dialog mit ...
Hier bitte keine neue(n) Frage(n) stellen!

Ihre E-Mail-Adresse, damit wir ggf. mit Ihnen in Kontakt treten können :


Impressum:
Anbieter dieser Internetseiten ist das Landesinstitut für Arbeitsgestaltung des Landes Nordrhein-Westfalen (LIA.NRW) als Körperschaft des öffentlichen Rechts.
Anschrift: Ulenbergstr. 127-131, 40225 Düsseldorf
Telefon: (02 11) 3101 - 0
E-Mail: poststelle@lia.nrw.de

Inhaltlich verantwortlich:
Das LIA.NRW ist als Diensteanbieter nach § 7 Abs. 1 TMG (Telemediengesetz) für die eigenen Inhalte, die es zur Nutzung bereithält, nach den allgemeinen Vorschriften verantwortlich. Für die Inhalte der Antworten von KomNet oder einem darauf basierenden Dienst ist das dort angegebene Kompetenzcenter verantwortlich. Soweit ein Text von dritter Seite erstellt ist, wird der jeweilige Verfasser namentlich benannt. In diesen Fällen ist der Verfasser des jeweiligen Dokuments bzw. sein Auftraggeber für den Inhalt verantwortlich.

Es gelten unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB). Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung.
Um PDF-Dateien anzuzeigen und zu drucken benötigen Sie ein geeignetes Programm wie z. B. den Adobe-Reader. Diesen können Sie hier herunterladen.