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Nutzerpfad: Gestaltung von Arbeitsplätzen > Arbeitsplatz- und Arbeitsstättenbeschaffenheit > Notausgänge, Türen und Tore im Verlauf von Fluchtwegen
Stichworte: Ist ein Notausgang mit einer 50 cm hohe Schwelle (Stufe) zulässig?

Frage:

In einem Gebäude ist ein ausreichend breiter Flur als Rettungsweg vorhanden. Nun wurde ein Notausgang geschaffen, der durch eine Glastür auf ein Vordach führt. Allerdings ist diese Tür 50 cm höher wie der Flur montiert somit eine "Schwelle" geschaffen worden. Ist dies im Verlauf von Rettungswegen zulässig oder muß hier eine Stufe als Aufstieg montiert werden?



Antwort :

Allgemein üblich sind Stufenhöhen von 17 cm (DIN 18065). Für extrem selten begangene Treppen wie Keller- oder Bodentreppen werden auch bis zu 21 cm angesetzt. Zu beachten ist allerdings, dass Stürze auf Treppen sich besonders am Treppenanfang und am Treppenende ereignen. Daher ist eine Stufe von 50 cm nicht zu akzeptieren, wenn es sich bei dem Notausgang gleichzeitig um einen im Alltag genutzten Verkehrsweg handelt. In einzelnen Sonderbauordnungen ist die maximale Höhe sogar eindeutig festgelegt (z. B. in § 14 Abs. 7 Krankenhausbauverordnung NRW mit 17 cm). Differenzierter ist die Situation zu beurteilen, wenn der Notausgang ausschließlich als solcher genutzt wird: In diesem Fall hängt es davon ab, ob es sich um einen notwendigen ersten Rettungsweg handelt (z. B. §§ 37/38 BauO NW). Ist der Notausgang Teil eines ersten Rettungsweges, dann wäre eine Stufe von 50 cm unzulässig. Ist der Notausgang der zweite Rettungsweg, so kann eine entsprechende Stufe zulässig sein, wenn - nur eine geringe Personenzahl auf den Ausgang angewiesen ist, - keine Absturzgefahr besteht, - die Gefahr durch den Nutzer erkannt wird. Dieser Fall wäre mit der zulässigen Rettung durch die Feuerwehr über ein Fenster vergleichbar. Allerdings ist zu beachten, dass erhöhte Unfallgefahr besteht. Auch unter Berücksichtigung der Verhältnismäßigkeit wird daher für alle Fälle die Anbringung von Stufen empfohlen.

Dialognummer: 2923
Stand: 28.07.2006

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