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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Wie sind Arbeitsbereiche bei Sanierungsarbeiten mit alter Mineralwolle (Expositionskategorie 2) zu kennzeichnen und abzugrenzen?

Frage:

Wie sind die Arbeitsbereiche für Tätigkeiten der Expositionskategorie 2 nach TRGS 521 (hier: Sanierungsarbeiten mit alter Mineralwolle) abzugrenzen bzw. zu kennzeichnen? Welche Möglichkeiten bestehen, wenn die Bereiche nicht abgegrenzt werden können (z. B. bei Arbeiten in Verkehrswegen, welche nicht umgeleitet werden können)?

Antwort :

In der TRGS 521 "Abbruch-, Sanierungs- und Instandhaltungsarbeiten mit alter Mineralwolle" erfolgt auf Seite 12 eine Zuordnung von Arbeitsschutzmaßnahmen zu den Expositionskategorien. Es ist daher korrekt, dass eine Abgrenzung und Kennzeichnung des Arbeitsbereichs ab der Expositionskategorie 2 erforderlich ist. Dies erfolgt nach den Angaben in Tabelle 2 der TRGS 521 auf der Grundlage von § 10 "Besondere Schutzmaßnahmen bei Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden und fruchtbarkeitsgefährdenden Gefahrstoffen" Absatz 3 der Gefahrstoffverordnung (GefStoffV). Hierin heißt es:

"(3) Wenn Tätigkeiten mit krebserzeugenden, erbgutverändernden oder fruchtbarkeitsgefährdenden Gefahrstoffen der Kategorie 1 oder 2 ausgeübt werden, hat der Arbeitgeber
(...)
Gefahrenbereiche abzugrenzen, in denen Beschäftigte diesen Gefahrstoffen ausgesetzt sind oder ausgesetzt sein können, und Warn- und Sicherheitszeichen anzubringen, einschließlich der Verbotszeichen „Zutritt für Unbefugte verboten“ und „Rauchen verboten“ nach Anhang II Nummer 3.1 der Richtlinie
92/58/EWG des Rates vom 24. Juni 1992 über Mindestvorschriften für die Sicherheits- und/oder Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz (ABl. L 245 vom 26.8.1992, S. 23), die durch die Richtlinie 2007/30/EG (ABl. L 165 vom 27.6.2007, S. 21) geändert worden ist."

D. h. es sind Warn- und Sicherheitszeichen sowie Verbotszeichen nach den genannten Quellen anzubringen. Bezüglich der Abgrenzung des Arbeitsbereichs sind nach der Gefahrstoffverordnung keine Ausnahmen vorgesehen. Daher sind die Arbeiten u. E. dann auszuführen, wenn die Verkehrswege gesperrt werden können, wie z. B. samstags/sonntags oder nachts, um entsprechende Arbeiten durchführen zu können.

Auf die weiterführenden Informationen der BGI 816 "Sicherheits- und Gesundheitsschutzkennzeichnung am Arbeitsplatz" weisen wir hin.

Dialognummer: 2902
Stand: 08.02.2013

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