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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA
Stichworte: Welcher Gehörschutz kann bei innerbetrieblichen Rangierarbeiten eingesetzt werden?

Frage:

Gehörschutz für Rangierer im innerbetrieblichen Bahnverkehr:
Lärmpegelspitzen von 140 dB an unserer Gleisbremse zwingen zu Gehörschutz.
Andererseits sind heranrollende Kesselwagen nur ohne Gehörschutz zu hören.
Lt. Vorschriften der Deutschen Bundesbahn darf deshalb angeblich kein Gehörschutz getragen werden. Stimmt das und wenn ja, wo steht"s ?

Antwort :

Persönliche Schutzausrüstungen (PSA) unterliegen der Richtlinie RL 89/686/EWG -Persönliche Schutzausrüstung- und müssen die grundlegenden Gesundheits- und Sicherheitsanforderungen nach Anhang II der Richtlinie erfüllen. Eine PSA muss so konzipiert sein, dass der Benutzer unter den bestimmungsgemäßen und vorhersehbaren Einsatzbedingungen die mit Risiken verbundene Tätigkeit normal ausüben kann und dabei über einen möglichst hohen und den Risiken entsprechenden Schutz verfügt. Die PSA zur Verhütung schädlicher Auswirkungen von Lärm müssen diesen soweit mildern, dass der von dem Benutzer wahrgenommene Geräuschpegel in keinem Fall die Grenzwerte für die tägliche Exposition überschreitet, die in der RL über den Schutz der Arbeitnehmer gegen Gefährdung durch Lärm am Arbeitsplatz vorgeschrieben sind. Jede PSA (oder deren Verpackung) muss mit einer Kennzeichnung versehen sein, die den Grad der der Dämpfung des Schallpegels und den Wert des durch die PSA sichergestellten Konformindex angibt. Im vorliegenden Fall ist entsprechend den Bestimmungen des Arbeitsschutzgesetzes, im Rahmen einer Gefährdungsanalyse unter Beachtung der wechselseitigen Gefährdungen, der passende Gehörschutz zu ermitteln und bereitzustellen. Die Dämpfung des Gehörschutzes müsste hier frequenzabhängig sein, so dass heranrollende Kesselwagen zu hören sind, das Geräusch der Gleisbremse aber gedämpft wird. Die angesprochenen internen Arbeitsschutzvorschriften der Deutschen Bundesbahn sind hier leider nicht bekannt, sie hätten aber auch keine Gültigkeit für den innerbetrieblichen Bahnverkehr.

Stand: Oktober 2004

Dialognummer: 2869

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