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Stichworte: Ab welcher Tragezeit ist das Tragen einer Röntgenschutzbrille als Überbrille nicht mehr als zumutbar anzusehen?

Frage:

Ist der Arbeitgeber verpflichtet, seinen Mitarbeitern Röntgenschutzbrillen mit Korrekturgläsern zur Verfügung zu stellen (Arbeitsplätze in einem Herzkatheterlabor)?
Gibt es eine Empfehlung, ab welcher Tragezeit für einen Mitarbeiter das Tragen einer Schutzbrille als Überbrille nicht mehr als zumutbar anzusehen ist?

Antwort :

In der "Richtlinie für die technische Prüfung von Röntgeneinrichtungen und genehmigungsbedürftigen Störstrahlern vom 27.08.2003, GMBl 2003, Nr. 40-45, S. 781ff" (Internet: http://www.bmu.de/de/txt/sachthemen/strahlenschutz/rl_reugest ) ist festgelegt, dass der Prüfer ggf. eine Schutzbrille als erforderlich feststellt. Daraus ergibt sich, dass der Arbeitgeber bzw. Strahlenschutzverantwortliche diese (und weitere erforderliche Maßnahmen und Schutzmittel) bereitstellen (bzw. durchführen) muss. Bei expositionsintensiven Tätigkeiten (wie an einem Herzkatheterarbeitsplatz) ist dies u. U. gegeben (siehe auch http://www.dgk.org/leitlinien/Leitlinien_Herzkatheter_labor.pdf ). Ob dies nun durch eine geschliffene Schutzbrille oder nur durch eine Überbrille zu erfolgen hat, ist offen. Hier ist der zuständige Betriebsarzt einzuschalten, der u. a. anhand der Gefährdungsanalyse und der Untersuchung und Beratung des "Mitarbeiters" = Arbeitnehmers eine Empfehlung abgeben sollte. Hierbei spielen vor allem die einwandfreien optischen Verhältnisse, die Tragezeit und die "Belastung" oder funktionellen Einschränkungen durch die Schutzbrille eine Rolle. Eine im Regelwerk festgelegte Tragezeitbegrenzung gibt es nicht. Stand: 15.10.2004

Dialognummer: 2857

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