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Stichworte: Sollte eine Altenpflegerin trotz durchgemachter Wildvirusinfektion gegen Hepatitis B geimpft werden?

Frage:

Eine von mir betreute Altenpflegerin, die im Rahmen von G 42 untersucht wurde, zeigt serologisch einen Zustand nach durchgemachter Hepatitis B ohne Hinweis für Infektiösität. Eine klinisch manifeste Erkrankung ist anamnestisch nicht bekannt. Es liegt folgender serologischer Status vor: anti-Hbc pos., anti-Hbs neg., HbsAg neg.
Kann ich bei dieser Konstellation (fehlender anti-Hbs-Titer!) von einer ausreichenden Immunität ausgehen oder sollte trotz durchgemachter Wildvirusinfektion trotzdem gegen Hepatitis B geimpft werden?

Antwort :

Wir empfehlen in diesem Fall eine serologische Kontrolle nach 3 Wochen, da es sein kann, dass die Altenpflegerin sich erst vor Kurzem (< 5 Wochen) eine Infektion zugezogen hat. Anti-HBs wird nach 5 - 6 Wochen post-infektionem positiv. Die STIKO empfiehlt eine Impfung bei einem Anti-HBs-Wert unter 100 IE/l (siehe http://www.kompetenznetz-hepatitis.de bzw. http://www.rki.de ). Eine Abweichung von einer STIKO-Empfehlung bedarf einer (stichfesten) Begründung. Insofern ist u. E. - nach entsprechender Aufklärung der Altenpflegerin - eine Impfung auch zu empfehlen, wenn nach 6 Wochen der Titer negativ bleibt.


Stand: Oktober 2004


Dialognummer: 2828

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