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Stichworte: Ist Radio hören am Arbeitsplatz grundsätzlich gestattet?

Frage:

Es handelt sich um eine Schlosserwerkstatt ohne Publikumsverkehr. Der Anfrager stellt folgende Frage: Ist Radio hören am Arbeitsplatz grundsätzlich gestattet?

Antwort :

In einer für alle Beteiligten erträglichen Lautstärke steht aus Sicht des Arbeitsschutzes dem Radiohören nichts entgegen (siehe dazu § 3 und Ziff. 3.7 Anhang der Arbeitsstättenverordnung  - ArbStättV).

Auszug aus Arbeitsgestaltung in Produktion und Verwaltung – Taschenbuch für den Praktiker, Wirtschaftsverlag Bachem, Köln: 1989, S. 195

Wirkungen der Arbeitsmusik:
Musik ist in der Lage, die Arbeitswelt angenehmer zu gestalten. Die Schwerpunkte der Arbeitsmusikwirkung sind dabei: Förderung der Arbeitsfreude, Hebung des Betriebsklimas und Reduzierung von Monotonie und seelischer Ermüdung. Im Arbeitsverlauf auftretende Stimmungstiefs können durch Musik abgefangen werden, und die Beschäftigten fühlen sich weniger als anonymes Glied einer großen Gesellschaft. Damit unterliegt der Einzelne nicht so sehr dem Gefühl der Verlorenheit. Bei Arbeiten unter Zeitdruck vermindert die Arbeitsmusik das Gefühl des Gehetztseins. Außerdem bewirkt sie nicht nur eine Einschränkung der Unterhaltungen, sondern auch ein weniger häufiges Verlassen des Arbeitsplatzes zur Unterbrechung von Eintönigkeit und Langeweile.

Das alles erzeugt aber noch lange keine statistisch gesicherten Produktionssteigerungen. Die Wirkung der Arbeitsmusik auf die Motivation ist zu gering, als dass sie entscheidend zu Leistungssteigerungen, Verminderung von Fehlzeiten usw. beitragen könnte. Außerdem geht durch Gewöhnung ein großer Teil ihrer Wirkung im Laufe der Zeit verloren. 

Wesentlich wird auch die Auffassung des Arbeitgebers sein, ob Radio hören am Arbeitsplatz zulässig ist. Dieses ist aber ein arbeitsrechtlicher Aspekt, der ggf. zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer geklärt werden muss.

Informationen zu negativen Auswirkungen von lautem Radiolärm bietet der Dialog 2366 der KomNet-Datenbank an. 


Dialognummer: 281
Stand: 15.01.2000

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