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Nutzerpfad: Chemische Belastungen und Beanspruchungen > Schutzmaßnahmen beim Umgang mit Gefahrstoffen > Allgemeine Schutzmaßnahmen (5.)
Stichworte: Welche Maßnahmen zur Verbesserung der Atemluft in einer Sortierhalle für Elektroschrott sind möglich bzw. erforderlich?

Frage:

Frage ist wegen gesundheitlicher Störung (Atembeschwerden) nachdem ich seit 4 Monaten täglich an 3 Tagen der Arbeitswoche zweimal einen kurzen "Besuch" (je ~3 Min.) in der RecyclingHalle als BüroMitarbeiter der Firma machen muß. Persönlicher Atemschutz (wirksame Masken etc.) wird keinem Mitarbeiter geboten. Es werden Elektrogeräte (u.a. TV/PC/Monitore/Drucker) in Metall, Glas, Elektronik etc. separiert. Manchmal wird die Lieferung einfach aus dem Lieferfahrzeug in der Halle ausgekippt, was eine große Staubwolke vor allem durch die zerplatzenden Bildröhren (Giftstoffe) ergibt. Der Staub hält sich dann fast den ganzen Tag. Halle (ca. 300~400m²) wird mit nur einem Entlüfter über dem Tor gelüftet, ca. 10 Deckenventilatoren wirbeln Staub, bei kalter Witterung ist das Tor geschlossen. Der Boden wird nur gekehrt. Firma hat angeblich kein Geld für "teuere" Maßnahmen. Welche Abhilfe ist möglich?


Antwort :

Informationen zu möglichen Gefährdungen und die zu ergreifenden Schutzmaßnahmen bei der Entsorgung oder beim Recycling von Elektronikbauteilen werden in den vom Länderausschuss für Arbeitsschutz und Sicherheitstechnik (LASI) herausgegebenen Leitlinien LV 15 Leitlinien des Arbeitsschutzes in Abfallbehandlungsanlagen und LV 27 Umgang mit Gefahrstoffen bei der manuellen Zerlegung von Bildschirm- und anderen Elektrogeräten beschrieben. Sie sind im Internet unter http://lasi.osha.de/publications zu finden.

Gemäß dem Arbeitsschutzgesetz-ArbSchG ist der Arbeitgeber grundsätzlich verpflichtet, eine Gefährdungsbeurteilung zu erstellen und zu dokumentieren. Mit der Gefährdunggsbeurteilung werden mögliche Gefährdungen am Arbeitsplatz ermittelt und die nötigen Schutzmaßnahmen festgelegt.

Jeder Betrieb muss grundsätzlich auch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit und einen Betriebsarzt nach dem Arbeitssicherheitsgesetz und den entsprechenden Unfallverhütungsvorschriften (BGV A6 und BGV A7) bestellen.
Die Fachkraft für Arbeitssicherheit und der Betriebsarzt haben die Aufgabe den Arbeitgeber in den Belangen des Arbeitsschutzes zu beraten.
Ein geeignetes Forum, Probleme des Arbeitsschutzes zu erörtern, ist der Arbeitsschutzausschuss. Wir regen an, dass Sie den Ausschussmitgliedern (Arbeitgebervertreter, Betriebsarzt, Sicherheitsfachkraft, Sicherheitsbeaufragte, Betriebsrat) vorschlagen, das Thema in einer Ausschusssitzung zu erörtern und insbesondere beim Arbeitgeber das Ergebnis der Gefährdungsbeurteilung nachfragen.
Auf § 17 Rechte der Beschäftigten des ArbSchG weisen wir hin.
Die angesprochenen Arbeitschutzvorschriften und -regelungen werden im Internet z.B. unter http://www.gaa.baden-wuerttemberg.de/Vorschriften/Vorschriften.html angeboten.

Stand: 11.05.2004

Dialognummer: 2562

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