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Nutzerpfad: Physikalische Belastungen und Beanspruchungen > Nichtionisierende Strahlung > Optische Strahlung (UV-, IR- und sichtbare Strahlung)
Stichworte: Was ist zu beachten, wenn ein Beschäftigter mit seinen Händen 8 Stunden am Tag unter UV-Licht arbeitet?

Frage:

Wir möchten ein UV-Inspektionsgerät aufbauen. Dabei kann nicht ausgeschlossen werden, dass ein Mitarbeiter seine Hände 8Stunden pro Tag unter die UV-Lampen (handelsübliche Schwarzlichtleuchtstoffröhre; Lichtfarbe 73, Spektrum als jpg angehängt) hält. Ist unserer Sorgfaltspflicht genüge getan, wenn wir eine Benutzung mit Baumwollhandschuhen vorschreiben? Nach aussen sollte keine Strahlung austreten können.
Was muss ich tun, um auf der sicheren Seite (arbeitsschutzrechtlich) zu sein?

Antwort :

Zunächst einige prinzipielle Hinweise: - Entscheidend für die Bewertung ist die spektrale Bestrahlungsstärke, die auch messtechnisch (durch Messung einzelner Röhren, Produktionsunterschiede etc.!) ermittelt werden könnte. - Für die spektrale Bestrahlungsstärke gibt es US-amerikanische Grenzwertempfehlungen, die allgemein akzeptiert werden und durch das Bundesamt für Strahlenschutz (www.bfs.de), Strahlenschutzkommission (www.ssk.de), publiziert wurden. Eine deutsche Umsetzung dieser Grenzwertempfehlung ist in Vorbereitung. - Prinzipiell kann UV-Licht die Haut und die Horn- und Netzhaut des Auges schädigen. Generell ist eine "Bekleidung" insbesondere mit Baumwolltextilien ein guter UV-Schutz. Wichtig ist aber die o. g. Bestrahlungsstärke. Verschiedene Möglichkeiten sind denkbar: a) wegen Unterschreitung der Grenzwerte ist ein solcher Schutz nicht erforderlich, b) Baumwollkleidung (z.B. Schutzhandschuhe, die die ganze bestrahlte Hautfläche (inkl. Handgelenk und Teile des Unterarmes) abdecken) sind ausreichend, c) die Bestrahlung ist sehr intensiv, so dass spezielle Schutzausrüstung zu tragen ist. - Darüber hinaus muss auch die UV-Belastung des Auges berücksichtigt werden (direkte Bestrahlung, Reflexion). Ggf. müssen Schutzbrillen getragen werden. Daraus ergibt sich, dass die Beantwortung dieser komplexen Frage nicht so ohne Weiteres in diesem Rahmen erfolgen kann. Ggf. sollte eine Beratung/Expertise durch spezielle Gutachter oder Institutionen (z. B. Berufsgenossenschaft für Feinmechanik und Elektrotechnik; Fachhochschule Köln; Landesanstalt für Arbeitsschutz NRW) erfolgen.


Stand: November 2005


Dialognummer: 2546

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