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Nutzerpfad: Sichere Anlagen / Sicherer Betrieb > Persönliche Schutzausrüstung (PSA) > Auswahl von PSA

Frage:

Welche Sicherheitsschuhe sind im Bäderbereich (Aufsicht) notwendig?

Antwort :

Der Arbeitgeber hat gemäß § 5 des Arbeitsschutzgesetzes - ArbSchG - eine Gefährdungsbeurteilung für die Tätigkeiten in seinem Berieb durchzuführen. Dabei sind Art und Umfang der Gefährdungen zu ermitteln und die erforderlichen Maßnahmen des Arbeitsschutzes eigenverantwortlich zu ergreifen und auf Wirksamkeit zu überprüfen.

Nach der PSA-Benutzungsverordnung - PSA-BV -
muss der Arbeitgeber eigenverantwortlich im Rahmen der Gefährdungsbeurteilung auch ermitteln, ob Gefährdungen, wie z. B. Hitze, Wärme, Wasser, heiße Materialien etc., vorliegen, denen durch das Tragen von Persönlicher Schutzausrüstung (PSA) begegnet werden muss. Kommt der Arbeitgeber in der Gefährdungsbeurteilung zu dem Ergebnis, dass PSA erforderlich ist, hat er diese bereitzustellen und deren Benutzung zu kontrollieren. Bei der Auswahl von PSA kann sich der Arbeitgeber von der Fachkraft für Arbeitssicherheit und dem Betriebsarzt beraten lassen.

In die Erstellung der Gefährdungsbeurteilung können auch die DGUV Regel 112-191 (bisher: BGR 191) "Benutzung von Fuß- und Knieschutz", DGUV Regel 107-001 (bisher: BGR/GUV-R 108) "Betrieb von Bädern", die DGUV Information 207-020 (bisher: BG/GUV 71.13) "DVD Arbeitsplatz Schwimmbad" und die DGUV Information 207-018 (bisher: BGI/GUV-I 8703) "Beurteilung von Gefährdungen und Belastungen am Arbeitsplatz in Bäderbetrieben", mit einbezogen werden.

Zu der Frage "Welche Anforderungen werden an das Schuhwerk von Personen gestellt, die am Beckenrand Aufsicht führen oder zu Übungen anleiten?" wird durch das Sachgebiet Bäder der DGUV folgende Aussage getroffen:

An Beckenumgängen besteht infolge Spritzwasser/Nässe eine erhöhte Rutschgefahr. Zur Vermeidung von Ausrutschunfällen sind entsprechende Schutzmaßnahmen erforderlich. In erster Linie sind bauliche und organisatorische Maßnahmen Ziel führend. Dazu gehören:
• Bodenbeläge mit geeigneter Bewertungsgruppe und geeignetem Gefälle (min. 2%) und
• regelmäßiges Entfernen von Wasseransammlungen

Ergänzend sind personenbezogene Maßnahmen erforderlich:
• Benutzung von geeignetem Schuhwerk (geschlossen oder mit Halteriemen und mit rutschhemmenden Sohlen) und
• die Unterweisung geeignetes Schuhwerk zu tragen.


Dialognummer: 24290
Stand: 13.07.2015

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